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Die Periode: Kein Luxus!

Foto: Polina Zimmermann auf www.pexel.com
Foto: Polina Zimmermann auf www.pexel.com

Armut zeigt sich auf ganz unterschiedliche Arten, aber häufig zeigt sie sich überhaupt nicht. Dann ist die Rede von verdeckter Armut. So etwa, wenn Frauen das Geld fehlt, um sich die nötigen Produkte für ihre Menstruation kaufen zu können: Periodenarmut, ein Thema das besonders vor zwei Jahren in Deutschland und international viel Beachtung fand. Nicht nur, dass nach langen Protesten die Mehrwertsteuer für Tampons und Binden von 19% auf 7% gesenkt wurde. Sondern auch der „Period Products (Free Provision) Act“ in Schottland, der im November 2020 vom Parlament verabschiedet wurde, wodurch Menstruationsprodukte in öffentlichen Gebäuden kostenfrei zur Verfügung zu stellen sind.

Die gute Nachricht aus der Grünen Bezirksfraktion Wandsbek, dass ein Antrag mit eben diesem Anliegen angenommen wurde, gab den finalen Anstoß das Thema im Sozialraumentwicklungsausschuss zu platzieren. Als größter Bezirk Hamburgs mit den meisten finanziell schwachen Haushalten und Familien, haben wir eine besondere Verantwortung zur Bekämpfung von Armut. Daher setzen wir uns dafür ein, dass Tampons und Binden etwa in Kundenzentren, Schulen, Hochschulen und dem Bezirksamt kostenfrei zur Verfügung stehen.

Die Bereitstellung ist ein einfacher, aber zielführender Schritt, um diesen Aspekt verdeckter Armut zu adressieren und die Periode zu normalisieren. Die DeKo wies jede Verantwortung für das Thema von sich, lehnte unseren Antrag ab und bewies einmal mehr, dass das jeweilige Parteibuch je nach Bezirk unterschiedlich gelesen wird. Gleichwohl: Eimsbüttel und Wandsbek haben es vorgemacht. Wir bleiben zuversichtlich, dass über kurz oder lang Menstruationsprodukte in Hamburg-Mittes öffentlichen Gebäuden kostenfrei verfügbar sind. Unseren Antrag findet ihr hier.

Unseren Antrag finden Sie hier.