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Öffentlicher Raum in Hamburg-Mitte: Weiblich und divers bitteschön!

Bildhintergrund: pixabay.com
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Die GRÜNE Bezirksfraktion Hamburg-Mitte begrüßt das Vorhaben, eine Verkehrsfläche auf St. Pauli nach dem kürzlich verstorbenen Volksschauspieler Jan Fedder zu benennen. Gleichwohl wird diese Benennung das Ungleichgewicht zwischen nach Männern und Frauen benannten Verkehrsflächen weiter zu Ungunsten der Frauen verschieben. Diese Entwicklung widerspricht diametral den gleichstellungspolitischen Ziele des Senats: Die Bezirke sind ausdrücklich dazu aufgefordert, die Anzahl der Frauenbenennungen zu erhöhen.

Die GRÜNE Bezirksfraktion Hamburg-Mitte nimmt diese Vorgabe aus Überzeugung sehr ernst - und geht in ihrem Antrag noch einen gleichstellungspolitischen Schritt weiter. Sie fordert, die Benennungspraxis zukünftig wie folgt zu regeln: Ab sofort sollen Verkehrsflächen und öffentliche Flächen im Bezirk Hamburg-Mitte ausschließlich nach realen Frauen, inter, trans* und non-binary Personen benannt werden. Wird aus nachvollziehbaren Gründen des öffentlichen Interesses von dieser Regel abgewichen, mithin eine Verkehrsfläche nach einem cis-Mann benannt (d.h. einem Mann, der sich mit dem ihm bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht identifiziert), muss gleichzeitig eine weitere Verkehrsfläche nach einer realen Frau, inter, trans* oder non-binary Person benannt werden. 

Nur so können die männliche Dominanz im Straßenbild langfristig der gesellschaftlichen Wirklichkeit angepasst und die Präsenz und Sichtbarkeit von Frauen, inter, trans* und non-binary Personen im Stadtbild erhöht werden. Dazu Henrike Wehrkamp, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Bezirksfraktion Hamburg-Mitte: "Die Benennung von Straßen in Hamburg-Mitte erfolgt derzeit nach dem Prinzip "Ausnahmen ersetzen die Regel". Wenn das Ungleichgewicht zwischen männlich und weiblich/divers im öffentlichen Raum weiter in dieser Geschwindigkeit angegangen wird, wird es Jahrzehnte fortbestehen. Der öffentliche Raum gehört allen!"