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Keine Illusion: Rosa-Bartl-Platz

Bild: Privat/ hamburg.de
Bild: Privat/ hamburg.de

Nach der Hamburgerin Rosa Bartl soll eine Verkehrsfläche im Bezirk benannt werden. Die Benennung als Rosa-Bartl-Platz soll ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für die Hamburger Illusionistin und Zauberhändlerin sein. In der Straße Hohe Bleichen liegt auf Höhe der Hausnummer 13 einen Platz, den wir mit einem Antrag im Cityausschuss nach Rosa Bartl (1884- 1968) benennen möchten. Mit der Nennung von Rosa Bartl möchten wir ihr Leben und Wirken als Illusionistin und Zauberhändlerin öffentlich sichtbar machen. Bartl war weltweit eine der wenigen Frauen, die im Metier der Zauberkünste tätig waren. 

Durch die Benennung nach einer Frau soll gleichzeitig auf das Ungleichgewicht bei der Benennung von Straßen und Plätzen in Hamburg hinweisen: Von den derzeit nach Personennamen benannten Hamburger Straßen ist ein ganz überwiegender Teil nach Cis-Männern und nur ein kleinerer Teil nach Frauen benannt. Künftig wird darauf zu achten sein, dass Frauen, inter*, trans* oder non-binary Personen bei der Benennung von Straßen und Plätzen berücksichtigt werden. Rosa Bartl (1884-1968) war als Illusionistin und Zauberhändlerin weltweit eine der wenigen Frauen, die in diesem Metier tätig waren. 

Zusammen mit ihrem Ehemann János gründete sie bereits 1910 das erste Zaubergeschäft, welches sich im Bezirk Hamburg-Mitte befand, nämlich am Neuen Jungfernstieg 1. Danach zogen sie um zum Jungfernstieg 24 und nach abermaligem Umzug zum Neuen Jungfernstieg 22. Durch die räumliche Nähe zu den ehemaligen Geschäftsräumen am Jungfernstieg ist die Benennung des Platzes an den Hohen Bleichen somit besonders für eine Würdigung von Rosa Bartl geeignet. Eine Biographie von Rosa Bartl ist in der Datenbank Hamburger Frauenbiografien veröffentlicht.

In Hamburg sind nach Behördenangaben noch immer 86 Prozent der nach Personen benannten Straßen nach Männern (Stand: November 2017) und gerade mal 14 Prozent nach Frauen benannt. Der Senat hat im Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm erklärt, dass er bestrebt ist, die Anzahl der nach Frauen benannten Verkehrsflächen künftig zu erhöhen. Dazu sollte ein Rosa-Bartl-Platz einen Beitrag leisten. Doch die Koalition aus SPD, CDU und FDP hat den Antrag abgelehnt.

Hier findet ihr den Antrag.