www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

"Fair im Verkehr" - Unser neues Programm

 

– Gerechte Aufteilung des öffentlichen Raumes –

Für mehr Aufenthaltsqualität und moderne Mobilität in Hamburg Mitte

 

Fußgänger*innen und Radfahrer*innen haben einen untergeordneten Stellenwert im öffentlichen Raum und Verkehr. Staus, Parkplatzsuche und zugeparkte, nicht-existente oder dringend sanierungsbedürftige Geh- und Radwege beinträchtigen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Der begrenzte Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sorgt für Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen, von vermeidbarer Verärgerung bis hin zu tragischen Unfällen.

 

Eine Neuverteilung des öffentlichen Raumes mit besseren und breiteren Fuß- und Radwegen in sinnvoller und sicherer räumlicher Anordnung mit den Fahrstreifen des motorisierten Verkehrs sorgt für einen besser fließenden Verkehr mit weniger Konflikten, der am Ende allen Verkehrsteilnehmer*innen zugutekommt.

 

Neue Lösungen müssen her: Eine neue und faire Aufteilung des Straßenraums und eine moderne Mobilitätskultur. Das bedeutet, dass dem Fuß- und Radverkehr nicht nur dort Platz eingeräumt wird, wo es möglich ist, sondern vor allem dort, wo es nötig ist. Des Weiteren zeigen Studien, die Verkehrsbewegungen analysiert haben: Wer mehr Platz hat, der nutzt ihn auch – im Verkehr schafft Angebot die Nachfrage. Wenn es breitere und sicherere Radwege gibt, werden diese auch von mehr Radfahrenden genutzt.

 

Einige Städte gehen voran und teilen den öffentlichen Raum neu auf. Radfahrer*innen und Fußgänger*innen bekommen mehr Platz durch (breitere) Radwege, weniger Parkplätze und mehr Raum für Fußgänger*innen, der Anteil der Autos schrumpft. So hat sich beispielsweise in New York das Radverkehrsaufkommen durch den Ausbau von sicheren Radfahrstreifen innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. In Kopenhagen erreichen schon längst mehr Menschen mit dem Rad als mit dem Auto täglich ihre Arbeitsstelle. Die dänische Hauptstadt, deren Klima und Topographie nicht unähnlich Hamburgs ist, begann bereits in den 1960er mit der Einrichtung vieler innerstädtischer autofreier Zonen – im Ergebnis hat sich die Anzahl der Fußgänger*innen in diesen Gebieten vervierfacht.

 

In Hamburg hingegen nehmen Autos immer noch überproportional zu, mit einem Zuwachs von knapp 10.000 Personenkraftwagen im letzten Jahr. Dennoch nehmen die Verkehrsaufkommen in der Innenstadt und an den Ausfallstraßen ab. Diesen Trend gilt es zu nutzen und statt Lärm, Abgasen und Unfallgefahr, umweltfreundlichen Verkehrsmitteln Raum zu geben. Autos stehen in Deutschland im Durchschnitt 23h am Tag herum, meist auf öffentlichen Grund, der anstatt zum Parken für Grünflächen und zum Verweilen genutzt werden könnte.

 

Die dafür benötigen Umbauten hätten einen positiven Einfluss auf die Aufenthaltsqualität in der Stadt, denn Straße ist nicht nur Verkehr, sondern Raum für Alle. Ob sich Menschen an einem Ort gerne aufhalten, sowohl im Alltag als auch in ihrer Freizeit, hängt nicht unwesentlich von der Gestaltung des öffentlichen Raums ab. Dies ist von besonderer Bedeutung in Hamburgs Zentren, in denen gearbeitet und eingekauft wird und die von allen Verkehrsteilnehmer*innen intensiv genutzt werden. Im Vergleich zu anderen Städten in Deutschland hat Hamburg fast keine Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Gebiete, in denen sich Stadtbewohner*innen und Besucher*innen abseits vom motorisierten Verkehr bewegen können. Doch solche Zonen bieten insbesondere für die jüngsten und ältesten Mitglieder unserer Gesellschaft sichere Orte zum Spielen, Flanieren und Verweilen. Wir – die GRÜNEN in Mitte – wollen deshalb eine fairere Verteilung des öffentlichen Raumes mit mehr Aufenthaltsqualität und einer modernen Mobilität, die dieser schönen Stadt und insbesondere ihrem viel frequentierten Zentrum angemessen ist.

 

Eine nachhaltige Verkehrswende hat dabei weitreichende Folgen für Gesundheit und Klimaschutz. Verkehr verursacht seit Jahren konstant ~160 Millionen Tonnen CO2, heute ein Fünftel der Treibhausgase in Deutschland. Gleichzeitig kämpft Hamburg mit erhöhten Abgaswerten und einer Stickoxidbelastung über den Grenzwerten.

 

Mit unserem Programm Fair im Verkehr setzen wir uns daher sowohl für den Klimaschutz als auch für mehr Aufenthaltsqualität im Bezirk Mitte ein.

 

 

Folgende Anträge unseres Programms wurden bereits von der Bezirksversammlung Mitte beschlossen:

  • Jungfernstieg: Umgestaltung voranbringen!
  • Barrierefreiheit und mehr Fahrradbügel fürs Kontorhausviertel
  • Kein privater PKW-Verkehr in Mönckebergstraße und Bergstraße
  • Fehlende Radwegmarkierung auf Veloroute 2 in Kaiser-Wilhelm-Straße anbringen
  • Eine Toilette für Alle im Bezirk Mitte
  • Verkehrssicherheit in der Fahrradstraße Horner Weg erhöhen
  • Bahnunterführung Veddel barrierefrei und radfreundlich umbauen
  • Barrierefreien Zugang zum Billstedt-Center herstellen.
  • Gehweg Maukestieg sanieren (Billstedt)

Hier geht's zu den Anträgen sowie weiteren Infos zum Thema Verkehr.