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Neues Quartier am Klosterwall - Öffentliche Plandiskussion am 29. Januar

 

Am Montag wurde im Bezirksamt Mitte der neue Bebauungsplan für das Grundstück der City-Hof-Häuser diskutiert. Im gut gefüllten Saal der Bezirksversammlung zeigte sich, dass das öffentliche Interesse an dem zentralen Standort zwischen Klosterwall und Johanniswall weiterhin groß ist. Nach dem Wettbewerbsentscheid zur Neubebauung des Areals im Juni 2017 (der NDR berichtete) läuft nun der formale Prozess für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes. Denn abgesehen von der Kubatur wird sich das neue Gebäude auch in seiner Ausdehnung vom City-Hof unterscheiden – und sich über die westliche Abzweigung des Deichtorplatzes hinaus weiter nach Norden strecken. Am Rande des Kontorhausviertels, das 2015 gemeinsam mit der Speicherstadt zum UNSESCO Weltkulturerbe ernannt wurde, soll ein Gebäude mit gemischten Nutzungen entstehen. Wohnungen, Büros, Läden, ein Hotel und eine Kita finden in drei aneinandergereihten Häusern Platz. 

Doch die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe sowie am viel befahrenen Klosterwall birgt Herausforderungen. Die Wettbewerbsjury hatte entsprechende Anmerkungen zum Siegerentwurf, welche nun in einer Weiterentwicklung Gestalt fanden: Für eine respektvolle Begegnung mit dem Weltkulturerbe wurde die Gebäudehöhe um ein Geschoss reduziert, die geplante Kita hingegen vergrößert. Der Bedarf an Kita-Plätzen in zentralen Lagen wächst und an diesem Standort kann ein gutes Angebot für in der Innenstadt arbeitende Eltern geschaffen werden. In diesem Zuge wurde die Anzahl der Wohnungen verringert, ihre Qualität aber in Bezug auf Belichtung und Lärmschutz verbessert.

Die Beteiligung an der öffentlichen Plandiskussion zeigte, dass das Quartier am Klosterwall hamburgweit Interesse hervorruft und nicht vorrangig die unmittelbare Nachbarschaft bewegt – wie es bei anderen Projekten meist der Fall ist. Es wurde erneut Kritik am möglichen Abriss des denkmalgeschützten City-Hofes laut. Die finale Entscheidung liegt hier nicht beim Bezirk, sondern bei Senat und Kulturbehörde, welcher auch das Denkmalschutzamt untersteht.

„Wir freuen uns über die rege Beteiligung an dem öffentlichen Verfahren und nehmen die Bedenken und Hinweise der Bürger*innen ernst“, betont Michael Osterburg, Vorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion, „es handelt sich um einen besonderen Ort in der Stadt, der bedachten Umgang erfordert. Positiv ist anzumerken, dass der vorliegende Entwurf für den Neubau das Kontorhausviertel als Wohnort stärken würde.“

 

 

Hier geht’s zum Bebauungsplan.

 

Das Hamburger Abendblatt berichtete ebenfalls über die Plandiskussion.

 

NDR-Artikel zum Wettbewerbsentscheid im Juni 2017.