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Fahrradstraßen für Horner Kleingartenvereine

  

Im Gebiet des Kleingartenvereins Horner Marsch e.V. wird schon seit längerem ein verstärktes Verkehrsaufkommen von PKWs und Transportern mit erhöhter Geschwindigkeit beobachtet. Bereits im Herbst 2016 stellten wir einen Antrag zur Verkehrsberuhigung innerhalb der Kleingartenvereine an der Bille. Die Straßenverkehrsbehörde (StVB) des Polizeikommissariats 42 (PK 42) konnte keinen Veränderungsbedarf erkennen und stimmte dem Antrag nicht zu. Uns erreichen jedoch weiter Beschwerden von Bürger*innen, die auf hohe Geschwindigkeitsüberschreitungen und Gefährdung von Fußgänger*innen in den Straßen Schurzallee-Mitte und Billufer hinweisen. Die genannten Straßen werden anscheinend mehr und mehr vom Berufsverkehr als Umgehungsstraßen genutzt. Daher haben wir nun im Ausschuss für Verkehr und Umwelt einen Antrag zur Einrichtung von Fahrradstraßen in der Schurzallee-Mitte und am Billufer eingereicht, der im Oktober durch die Bezirksversammlung bestätigt wurde.

„Die Kleingartenvereine und Wohngebiete an der Bille werden von den Menschen im südlichen Horn als Rückzugs- und Erholungsorte geschätzt – dazu muss aber die Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gewährleistet werden“, so Meryem Celikkol, GRÜNE Bezirksabgeordnete aus Horn.

Die Straßen des Kleingartenvereins sind zwar bereits Tempo-30-Zonen, an deren Tempolimit sich aber leider regelmäßig nicht gehalten wird. Eine der viel zu seltenen Stichproben der Polizei hat als Höchstgeschwindigkeit 107 km/h, durchschnittlich 45 - 60 km/h gemessen. Die Straßen verfügen weder über Bürgersteige, noch über Fahrradwege, was eine Gefährdung für die Anwohner*innen der Kleingartenvereine, gerade für die, die dort noch ganzjährig wohnen dürfen, bedeutet, da einige ihrer Gärten nur 50 - 100 cm von der Fahrbahn entfernt liegen. Bei den Anwohnern*innen handelt es sich um junge Familien mit Kindern und vor allem auch ältere Personen. Ein Kind wurde bereits angefahren und so stark verletzt, dass es ins Krankenhaus musste. Die Straßen sind so schmal, dass bei Entgegenkommen eines Fahrzeugs, die Fahrer*innen von der Fahrbahn abkommen, um auszuweichen. Befindet sich dann noch jemand am Fahrbahnrand, wird die Situation äußerst gefährlich.

Im Hamburger Koalitionsvertrag haben sich die Regierungsparteien auf wichtige Ziele zur Förderung des Radverkehrs verständigt. So wurde festgelegt, dass das Veloroutennetz, auf dem die Radfahrenden zügig, bequem und weitgehend ungehindert vorankommen sollen. kontinuierlich ausgebaut und bis zum Ende der Wahlperiode fertiggestellt werden soll. Auch zwischen den Velorouten soll das Radfahren sicherer werden. Dabei gilt es, wichtigen Verbindungsachsen Beachtung zu schenken. Die Schurzallee-Mitte und das Billufer stellen für den Radverkehr die direkte Verbindung zwischen Rothenburgsort und den Stadtteilen Hamm und Horn dar – daher ist davon auszugehen, dass das Radverkehrsaufkommen hier weiter steigen wird. Um diesem entgegenzukommen und sicheres Radfahren durch die Kleingartenvereine 129,130, 140 und 142 zu gewährleisten, sollten Schurzallee-Mitte und Billufer in Fahrradstraßen umgewandelt werden. Da erfahrungsgemäß Schilder nicht ausreichend wirkungsvoll sind, um Verkehrsberuhigungen herbeizuführen, sollen außerdem weitere – vor allem bauliche – Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um die Sicherheit in diesen Straßen zu gewährleisten.

 

Zum vollständigen Antrag geht es hier.