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Begehung des Hammer Parks

 

An einem sonnigen Donnerstagabend im Juli haben wir uns gemeinsam mit Anwohner*innen, Gärtnern und einem Vertreter vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes den Hammer Park angesehen. Anlass waren die kritischen Anmerkungen zur Pflege des Parks, die einige Bürger*innen beim Kaffeetreff des GRÜNEN Bürgerschaftsabgeordneten Farid Müller in Hamm hervorgebracht hatten. Daraufhin hat die GRÜNE Bezirksfraktion Hamburg-Mitte gemeinsam mit Farid Müller zu einer öffentlichen Begehung des Parks eingeladen. 

Vorrangige Fragen der Anwohner*innen waren, warum in diesem Jahr so viele Bäume gefällt und in einigen Bereichen so viel Unterholz entfernt wurde. An anderen Stellen des Parks wurde sich über einen allgemeinen Mangel an Pflege beschwert. Im Gespräch mit dem zuständigen Revierleiter und Gärtner wurde schnell klar, dass Vieles mit der personellen und finanziellen Aufstellung der bezirklichen Grünflächenpflege zusammenhängt. Um dauerhaft der Entfernung alles ungewollten Wildwuchses hinterherzukommen, gibt es aktuell nicht ausreichend Mittel und Personal.

 

Viele Mitarbeiter*innen sind außerdem täglich einige Stunden damit beschäftigt, den Hammer Park von Müll zu befreien, anstatt sich der Parkpflege widmen zu können. Der zuständige Gärtner hofft, dass sich diese Situation im kommenden Jahr bessern wird, wenn die Stadtreinigung das Müllsammeln übernimmt. Dann hätte die Gärtnerei wieder mehr Arbeitskraft für die Grünpflege zur Verfügung.

 

Die Fällung einiger großer Bäume musste aufgrund von Pilzbefall und damit nicht mehr gewährleisteter Standfestigkeit der Bäume vorgenommen werden. Weiterhin bleibt der Hammer Park von teils jahrhundertealten Laubbäumen geprägt, die noch aus der Anlage des Parks als englischen Garten im 19. Jahrhundert stammen. Unter anderem findet sich hier auch einer der ältesten Bäume Hamburgs – eine Linde, die auf über 400 Jahre geschätzt wird.

 

Die Begehung zeigte, dass die Gärtner im Hammer Park neben der täglichen Grünpflege mit Vandalismus, Vermüllung, der Instandsetzung vieler historischer Parkelemente und gleichzeitigem Mangel an Mitteln und Personal zu kämpfen haben. Ihrem Einsatz ist es beispielsweise zu verdanken, dass der Heckengarten auch in diesem Jahr wieder eine bunte Blütenpracht aufweist - die Finanzierung der Blumenpflanzung stand auf der Kippe.

 

„In der Nachbarschaft wird der Hammer Park mit seinen vielfältigen Bereichen sehr geschätzt und als Erholungsort gern genutzt“, berichtet Carina Sickau, GRÜNE Bezirksabgeordnete aus Hamm, bei der Begehung. Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg ergänzt: „Der Hammer Park zeigt einige wertvolle historische Gartenbauobjekte, deren Reparatur und Instandhaltung wir gerne unterstützen möchten – dazu gehören beispielweise auch zwei Fontänen, die durch Vandalismus beschädigt wurden. Wir werden uns verstärkt um Mittel für Grünflächen einsetzen, die wesentlich zur Lebensqualität im Bezirk beitragen.“

 

Durch den Austausch zwischen Anwohner*innen, Gärtnerei, Verwaltung und Politik konnte gegenseitiges Verständnis für Bedürfnisse und Arbeitsumstände geschaffen werden. Die beklagte Entfernung des Unterholzes entspricht zum Beispiel dem Pflege- und Entwicklungsplan, der 2005 für den Hammer Park aufgestellt wurde. An dem Plan orientieren sich kurzfristige bis langfristige Maßnahmen der Parkpflege. Dieser soll demnächst auch im Transparenzportal der Stadt allen Interessierten zur Verfügung stehen.