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Bürgerpreis ehrt vielfältiges Engagement in Hamburg-Mitte

Gönüllü ist Türkisch und bedeutet „freiwillig“ – und so funktioniert die Arbeit des gleichnamigen Projektes, das von Preisträger Gökhan Konca koordiniert wird. In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen kümmert sich Gönüllü – Kooperation Türkisches Leben mit Demenz in Hamburg - um eine kultursensible Versorgung älterer Menschen. Bei einer Demenzerkrankung kommt es oft dazu, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte die später erworbene Sprache (Deutsch) vergessen und sich nur noch in ihrer Muttersprache (in diesem Fall Türkisch) verständigen können. Gökhan Konca und sein Team von Freiwilligen schenken diesen Menschen Zeit und Hilfe bei täglichen Erledigungen, außerdem bieten sie Beratungen für Angehörige an. Dabei kooperieren sie mit Kirchen, Moscheen und sozialen Vereinen. Herr Konca als Projektkoordinator erhielt ein Preisgeld von 3.000 Euro.

 

Bei der Verleihung des Bürgerpreises am vergangen Sonntag wurden außerdem Karin Wienberg, Sabine Stoff-Isenberg und Ina Zschocke für Ihr Engagement ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr, dass Karin Wienberg für Ihren Einsatz zur Einrichtung des Stadtteilhauses Horner Freiheit geehrt wurde. In dem herausfordernden Weg bis zur erfolgreichen Eröffnung des Hauses Anfang 2016, ist es Frau Wienberg gelungen, die verschiedenen beteiligten Akteure zusammenzuhalten.

Sabine Stoff-Isenberg erhielt den Bürgerpreis für Ihre Organisation der Nachbarschaftshilfe in Wilhelmsburg, welche die Flüchtlingsunterkunft in der Dratelnstraße mit vielfältigen Aktionen und Angeboten unterstützt.

Den Ehren-dritten Preis erhielt Ina Zschocke, die mit dem babymobil von September 2015 bis zum 31.03.2016 geflüchtete Mütter, Schwangere, Babys und Kinder am Hauptbahnhof betreute. Für Frau Zschocke hielt die GRÜNE Wahlkreiskandidatin in Hamburg-Mitte für den Bundestag, Meryem D. Çelikkol, die Laudatio: „Frau Zschocke und ihre sechsköpfige Familie leben aktiv ein vorbehaltloses, großes soziales Engagement in ihrem alltäglichen Leben, gerade für Menschen, die bei uns Zuflucht suchen. Ich bin maßlos begeistert von ihrer Tatkraft und selbstverständlichen Überzeugung zu helfen. Diese Familie hat einen sehr großen gesellschaftlichen Vorbildcharakter."

 

Außerdem gab es eine Ehrung für Hildegard Thevs und ihre ehrenamtlichen Recherchen zu Hamburger Opfern des Nationalsozialismus. Durch die von Frau Thevs erforschten Daten ist es möglich die "Stolpersteine" vor den letzten Wohnorten der NS-Opfer auf Hamburgs Gehwegen zu platzieren und somit zu einer stadtteilbezogenen Erinnerungskultur beizutragen.

 

Der Bürgerpreis Hamburg-Mitte wurde in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal verliehen. Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich und danken Ihnen für Ihr großartiges Engagement, durch das sie das Leben vieler Menschen in Hamburg-Mitte leichter machen.