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Frauennamen für Wilhelmsburgs neue Straßen und Plätze

 

Auf der gestrigen Sitzung des Regionalausschusses Wilhelmsburg/Veddel wurde unser Antrag „Bei zukünftigen Straßenbezeichnungen Frauen bevorzugen“ beschlossen. Unsere Forderung ist, dass für die Benennung neu entstehender Wege, Straßen und Plätze auf der Elbinsel Frauennamen der Vorzug gegeben werden soll. Neben Straßennamen, die sich auf die Typologie Wilhelmsburgs beziehen (Deiche, Weiden etc.), überwiegen seit langem Bezeichnungen nach männlichen Persönlichkeiten. Aktuell gibt es lediglich sieben Straßen bzw. Plätze, die nach Frauen benannt sind.

"Frauennamen müssen bei der Auswahl für Straßennamen viel stärker berücksichtigt werden, damit ihre Verdienste öffentlich wahrgenommen werden und sie gleichwertig im Stadtbild auftauchen", so Jutta Kodrzynski, zugewählte Bürgerin im Bezirk Mitte und ehemaliges Mitglied im Regionalausschuss.

Sonja Lattwesen, GRÜNE Bezirksabgeordnete aus Wilhelmsburg, ergänzt: "Mädchen und Jungen brauchen Vorbilder. Straßennamen sind das Vorbild, das in der eigenen Adresszeile steht".

 

Mit der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße und der Wohnungsbauoffensive des Senats stehen eine Reihe Veränderungen in Wilhelmsburg an, die auch zu neu zu benennenden Verkehrsflächen führen werden. Laut gestrigem Beschluss wird hierfür eine Arbeitsgruppe „Neue Straßennamen in Wilhelmsburg“ eingesetzt, deren Aufgabe es sein wird, nach Verkehrsflächen-Bezeichnungen für die neuen Wohngebiete zu suchen. Ein erstes Ziel der Arbeitsgruppe ist grundsätzlich das Finden geeigneter Kandidatinnen für die zukünftige Benennung von Straßen, Plätzen und Ufern sowie Wasserwegen. Es sollen Mitglieder der Geschichtswerkstatt, Wilhelmsburger Museum, politischer Fraktionen und Bewohner*innen angefragt und um Teilnahme gebeten werden. Das Verfahren wird in geeigneter Form im Stadtteil veröffentlicht und es soll Bewohner*innen die Möglichkeit gegeben werden schriftliche Vorschlägen einzureichen.

 

Einen ähnlichen Prozess gab es bereits in der Hafen City / Baakenhafen. Hier hatte sich ebenfalls eine Arbeitsgruppe aus Bewohner*innen, Politiker*innen und der Hafen City GmbH gebildet, um für das Quartier Am Baakenhafen Straßen und Plätze mit Frauennamen zu versehen. Dies ist zwischenzeitlich geschehen und abgeschlossen, nachdem das Staatsarchiv den Vorschlägen zugestimmt hat.

Für Wilhelmsburg wurde mit dem gestrigen Beschluss der Weg für ein hoffentlich ebenso erfolgreiches Verfahren geebnet.