www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Commerzbank-Altbau in der Neß-Straße erhalten

Das Commerzbankareal am Neß, zwischen der Trost- und der Zollbrücke, ist historisch und stadtbildprägend von großer Bedeutung für die Hansestadt. Das jüngere Commerzbank-Gebäude, das über einen Durchgang mit dem Altbau verbunden ist, steht aufgrund seiner Beispielhaftigkeit für die Hochhausbauten der 60er-Jahre unter Denkmalschutz. Der Altbau, der unmittelbar an das Commerzbank-Gebäude angrenzt, wird vom Denkmalverein als stadtbildprägend und unbedingt erhaltenswert eingeschätzt. Das Commerzbank-Areal ist an das Investoren-Konsortium Procom Invest und OFB verkauft worden; die Investoren haben bereits bekundet, beide Gebäude abreißen zu wollen. Der Commerzbank-Altbau bildet mit dem Gebäude der Patriotischen Gesellschaft, dem Globus-Hof und dem Laeizhof ein außergewöhnliches Ensemble, das das Stadtbild von Hamburg mit ausmacht und eine Ahnung von den stadtprägenden Eigenschaften vor 1945 vermittelt.


„Wir sind davon überzeugt, dass das Gebäudeensemble an dieser Stelle erhalten bleiben muss. Dafür müssen alle möglichen Mittel geprüft werden, was wir mit unserem Antrag in der Bezirksversammlung anstoßen wollen!“, so Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in Mitte, „Uns ist bewusst, dass es Gründe gibt, weshalb der Altbau noch nicht unter Denkmalschutz steht. Doch wir hoffen an dieser Stelle aufgrund der historischen Bedeutung auf ein Umdenken. Wir wollen einen Prozess anstoßen, der am Ende zu einem nachvollziehbaren Ergebnis vor allem auch für die Hamburgerinnen und Hamburger führt und das öffentliche Interesse vor ein Profitinteresse stellt.“

 

In unserem Antrag fordern wir die Prüfung verschiedener Möglichkeiten, um das Gebäudeensemble zu schützen und es dann auch zugänglicher und somit erlebbar zu machen.

Die Veränderungen müssen dringend darauf geprüft werden, ob sie den „Leitsätzen für die bauliche Gestaltung innerhalb des Wallrings und für den Stadtteil St. Georg“ entgegenstehen. Eine weitere Möglichkeit das Stadtbild zu erhalten, ist der Erlass einer Städtebaulichen Erhaltungsverordnung. Diese ist dazu da den Erhalt der städtebaulichen Eigenart eines Gebietes zu sichern. Außerdem fordern wir, die Möglichkeit des Denkmalschutzes für den Altbau aufgrund des stadtbildprägenden Charakters zu überprüfen.

 

„Eine Stadt muss sich ihre Eigenarten erhalten und sie pflegen. Sonst entwickelt sich ein Stadtbild, das sich von dem anderer Städte überhaupt nicht mehr unterscheidet. Gerade auch in der Innenstadt sollten die letzten verbliebenen, stadtbildprägenden Ensembles pfleglich behandelt werden und erhalten bleiben“, so Sonja Lattwesen, Abgeordnete der GRÜNEN Bezirksfraktion Mitte.