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GRÜNE fordern Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Belästigung auf Großveranstaltungen

Sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt auf Großveranstaltungen sind Probleme, die nicht erst seit den Ereignissen an Silvester bekannt sind. Dennoch sind sie dadurch wieder stärker in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. Damit die Debatte und mit ihr die Problematik nicht einfach im Sand verläuft, hat die GRÜNE Fraktion Mitte nun einen Antrag in den Hauptausschuss eingebracht, der für eine stärkere Sensibilisierung der Menschen für das Thema sexuelle Belästigung, für Schutz vor eben dieser und für einen angemessenen Umgang mit konkreten Fällen sorgen soll.

 

Im Antrag wird die Behörde aufgefordert, Maßnahmen für den Schutz der Besucher*innen von Großveranstaltungen zu erarbeiten und die folgenden konkreten Vorschläge zu prüfen: Vorgeschlagen wird beispielsweise eine Aufmerksamkeitskampagne, mit der Opfer, Täter*innen sowie Zeug*innen angesprochen und sensibilisiert werden sollen. Ein weiterer Vorschlag ist eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene sexueller Belästigung auf jeder Großveranstaltung. Sowie die Forderung nach insbesondere für das Thema sensibilisiertem und speziell geschultem Sicherheits- und Polizeipersonal, damit die Betroffenen vor Ort angemessen betreut werden.

 

„Es kann nicht sein, dass Menschen - insbesondere Frauen - Angst haben müssen öffentliche Veranstaltungen zu besuchen“, erklärt Michael Osterburg das Motiv hinter dem Antrag. „Gerade wir in Mitte müssen da besonders aufmerksam sein, weil unser Bezirk die meisten Großveranstaltungen Hamburgs beherbergt. Wir müssen dringend dafür sorgen, dass alle Menschen sich sicher dabei fühlen können, an Ereignissen wie dem Hafengeburtstag, dem Alstervergnügen oder dem Schlagermove teilzunehmen."

"Außerdem stehen im Sommer mit der Fußball-EM wieder Public Viewings an, die ebenfalls in die Kategorie Großveranstaltung fallen. Das kann aber nicht über die Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen funktionieren, um wirklich effektiv helfen zu können müssen wir die Menschen vor allem sensibilisieren und unterstützen. Gerade das Schweigen von Opfern und Zeug*innen hilft den Täter*innen", so Michael Osterburg.

 

Deshalb setzen die Grünen in Hamburg Mitte auf Zivilcourage. „So paradox es sein mag, aber die Ereignisse an Silvester hatten zumindest den einen positiven Effekt, dass viele Menschen aufmerksamer geworden sind“, sagt Michael Osterburg. Auch die Polizei geht davon aus, dass die vermehrten Anzeigen vor allem daher kommen, dass schlicht mehr Betroffene Anzeige erstatten. „Das Schweigen ist gebrochen, daran müssen wir nun anknüpfen und dafür sorgen, dass das auch so bleibt“, sagt Michael Osterburg. „Es ist selbstverständlich völlig egal, welche Nationalität die Opfer oder Täter*innen haben, denn Sexismus ist kein importiertes Problem, sondern ein gesamtgesellschaftliches, das es in Deutschland schon immer gab und gibt."

 

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