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Quartier statt Sportzentrum für Hamm

Nach langem Hin und Her um die Sportstätte der Hamburger Turnerschaft von 1816 (HT16) scheint nun der ganz große Wurf bevorzustehen. Es ist geplant ein komplett neues Zentrum zu bauen und dafür den alten Komplex vollständig abzureißen. Auch für die Nutzung hat das große Auswirkungen. Zukünftig werden dort nicht nur die Angebote der Turnerschaft stattfinden. Auch eine neue Kindertagesstätte ist geplant. Außerdem soll eine neue Zweifeldhalle entstehen, die von der benachbarten Ganztagsschule mitgenutzt werden kann. Auf dem derzeitigen Parkplatz ist ein mehrstöckiges Gebäude geplant, in das der Kulturladen Hamm und das Theater Sprechwerk einziehen werden. Auch Wohnungsbau ist eingeplant, insgesamt 130 Wohnungen, von denen mindestens 30 Prozent öffentlich gefördert sein sollen. Damit entsteht dort nicht nur ein neuer Sportkomplex, sondern ein komplettes Quartier.

„Ich halte die Planungen für einen großen Schritt nach vorn.“, kommentiert Michael Osterburg das Konzept. „Erstmal war es wichtig für den HT16 eine trag- und finanzierbare Lösung zu finden. Das ist hier gelungen. Sport ist nicht nur gesund, sondern hat auch eine integrative Funktion, weil hier die verschiedensten Menschen aus allen Schichten und Kulturen zusammenkommen, die sich in der Stadt finden. Deshalb freue ich mich, dass uns der HT16 erhalten bleibt.

 

Die Planungen gehen aber deutlich darüber hinaus. Dass hier Sport, Kultur und Wohnen gemeinsam geplant wird, ist ein tolles Beispiel für kluge Stadtplanung. Gerade mit den eingeplanten öffentlichen geförderten Wohnungen und den Kulturmöglichkeiten verstärkt sich der integrative Effekt noch. Hamm wird sehr davon profitieren, dass es hier eine komplette Quartiersgestaltung gibt.“

 

Der derzeitige Komplex war 1959 gebaut worden. Durch sein hohes Alter, besteht bereits seit Jahren akuter Sanierungsbedarf. Das Architekturbedarf Mövius & Mörker hatte den finanziellen Aufwand für die Sanierung auf etwa 4,6 Millionen Euro beziffert, 3,2 Millionen davon hätte der Verein selbst tragen müssen. Dafür hatte sich bis zuletzt kein Kreditgeber gefunden.