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Wohnungen am Commerzbank-Areal?

Erneut steht ein historisches Gebäude in Hamburg vor dem Abriss. Das Commerzbank-Areal, auf dem sich das prägnante Hochhaus und ein Altbau befinden, wurde am Montag von zwei Projektentwicklungs-Unternehmen gekauft. Das Hochhaus selbst steht zwar unter Denkmalschutz und auch der Altbau wird vom Denkmalverein und anderen als schutzwürdig empfunden, trotzdem scheint der Abriss bevor zu stehen. Ermöglicht wird dies durch eine gesetzliche Regelung, nach der ein denkmalgeschütztes Gebäude nicht instand gehalten werden muss, wenn dies für die Eigentümerin oder den Eigentümer wirtschaftlich unzumutbar ist. Da im Gebäude der Brandschutz veraltet ist und demnächst für viel Geld erneuert werden müsste, könnte dieser Passus hier greifen.

„Wenn es wirklich so weit kommt, können wir den Abriss nicht verhindern.“, äußert sich Michael Osterburg. „Auch die Bezirkspolitik ist natürlich an die gesetzlichen Regelungen gebunden. Sollte hier entschieden werden, dass die Instandhaltung nicht zumutbar ist, dann sind uns leider die Hände gebunden.

 

Wir können allerdings auf die geplanten Neubauten Einfluss nehmen. Die müssten nämlich zunächst durch den Bauausschuss abgesegnet werden und dort werden wir uns die Planungen ganz genau ansehen. Klar ist für uns, dass bei allen Neubauten der Wohnungsbau Priorität hat. Auch für einen Neubau auf dem Commerzbank-Areal würde daher die Drittel-Regelung gelten, die schon bei anderen Projekten umgesetzt wurden.“

 

Die Käufer haben bestätigt, dass sie einen Abriss planen, um das Areal nach eigenen Vorstellungen umzugestalten. Dies zieht Kritik von vielen Seiten auf sich. Dabei spielt nicht nur der Denkmalschutz eine Rolle, das Hochhaus bildet immerhin zusammen mit dem Gebäude der Patriotischen Gesellschaft, dem Globus-Hof und dem Laeiszhof am Nikolaifleet eine prägnante Kulisse, sondern auch die Tatsache, dass die Neubauten bisher vor allem als Büro- oder Hotelflächen geplant sind.