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Kleiderkammer-Mitinitiator warnt vor nachlassender Hilfe

Arnd Boekhoff, Mitinitiator der Kleiderkammer, hat auf dem GRÜNEN Parteitag am vergangenen Wochende davor gewarnt, sich zu sehr auf ehrenamtliche Hilfe zu verlassen. Der „Hype“, den die erste große Flüchtlingswelle ausgelöst hatte, werde sich nicht wiederholen, erklärte er. Zunächst hatten sich tausende Menschen in der Kleiderkammer und ähnlichen Initiativen engagiert, um kurzfristig die Situation der ankommenden Flüchtlinge zu stabilisieren. Insbesondere das Sortieren von gespendeten Kleidungsstücken hatte dabei den Großteil der Arbeit ausgemacht. Mittlerweile haben zwar die Zahl der ankomenden Flüchtlinge abgenommen, aber auch die Zahl der freiwilligen Helferinnen und Helfer. Um das große Engagement zu würdigen wurde Boekhoff, stellvertetend für die ehrenamtlich Helfenden insgesamt, von den Landesvorsitzenden Anna Gallina und Michael Gwodzs eine große Spendenbox überreicht, in die zuvor viele Mitglieder eingezahlt hatten.

„Ohne die ehrenamtliche Hilfe wäre die Situation niemals zu bewältigen gewesen, das steht außer Frage.“, stimmt Michael Osterburg zu. „Wir könne gar nicht genug betonen, welchen Stellenwert die verschiedenen Inititiativen haben. Gleichzeitig ist das aber auch ein Alarmsignal an die offiziellen Stellen, dass hier dringend nachgelegt werden muss. Ohne weitere Mittel vom Bund, wird Hamburg diese Lücke nicht schließen können.

 

Die Flüchtlinge sind natürlich weiterhin das große Thema, auch in Hamburg. Allerdings hat sich die Debatte mittlerweile von der Hilfe durch Freiwillige auf die Hetzenden verlagert, die diese Situation politisch nutzen wollen. Gerade diejenigen die wirklich überlastet sind, nämlich die Helferinnen und Helfer, stehen weiterhin zum Asylrecht. Das müssen wir wieder stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion rücken.“

 

Die Kleiderkammer wird vom Verein Hanseatic Help betrieben. Bis Ende des vergangenen Jahres wurde die Kleiderkammer in den Messehallen betrieben, mittlerweile ist die Initiative auf den OTTO Campus in Bramfeld umgezogen. Zwischen den Helfenden haben sich feste Strukturen und fixe Aufgabenbereiche gebildet, auch die Organisation wurde professionalisiert. Die Initiative versorgt derzeit 65 Einrichtungen hamburgweit. Es gibt weiterhin Bedarf an Spenden, aber auch an ehrenamtlicher Hilfe. Alle Infos dazu finden sich unter:

 

http://zusammenschmeissen.de/