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Koalition verzichtet auf Ausschreibung für Bezirkschef

Die Bezirksversammlung Mitte hat auf ihrer gestrigen Sitzung in einem Antrag beschlossen auf die öffentliche Ausschreibung für die Stelle des Bezirksamtsleiters zu verzichten. Mit den 27 zu 21 Stimmen hat die Koalition den Antrag der GRÜNEN beschlossen. Am kommenden Donnerstag ist eine Sonderbezirksversammlung einberufen auf der der nächste Bezirksamtsleiter gewählt wird. Die Koalition hat dafür den derzeitigen Fraktionsvorsitzenden der SPD in Mitte Falko Droßmann vorgeschlagen.

„Ein reguläres Bewerbungsverfahren wäre bei einem solch politischen Posten nicht zielführend.“, kommentiert Michael Osterburg die Entscheidung. „Es geht hier nicht einfach darum jemand zu finden, der sich mit Behörden und Abläufen auskennt, sondern vor allem um Integrität und Durchsetzungsfähigkeit. Unsere Haltung in dieser Frage sollte aber eigentlich niemanden überraschen, immerhin haben wir den Ausschreibungsverzicht bereits im Koalitionsvertrag festgelegt.

 

Ich halte Falko Droßmann für einen sehr fähigen Kandidaten. Außerdem hat er zu den Koalitionsfraktionen in der Bezirksversammlung ein vertrauensvolles Verhältnis, das so kein anderer Bewerber haben wird. Eine öffentliche Ausschreibung würde daran auch nichts ändern, sondern nur den Posten länger vakant halten und damit die Einarbeitungsphase für die neue Leitung unnötig nach hinten verschieben.“

 

Der vorherige Bezirksamtsleiter Andy Grote war nach dem Rücktritt des ehemaligen Innensenators Neumann in den Senat aufgerückt und hatte damit nach fast vier Jahren seinen Posten geräumt. Wie schon sein Vorgänger Markus Schreiber und sein designierter Nachfolger Falko Droßmann gehört auch Andy Grote der SPD an und wurde ebenfalls mit Mehrheit von der Bezirksversammlung gewählt.