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Entscheidung zum Feldbunker noch im Frühjahr

Nachdem die zukünftige Gestaltung des Feldbunkers seit Monaten Anlass zu Diskussionen gibt, soll eine Entscheidung über das weitere Vorgehen in den kommenden Monaten fallen. Das Beteiligungsprojekt Hilldegarden hatte ein Konzept erarbeitet, nach dem das Bauwerk aufgestockt und auf dem Dach ein großer Garten eingerichtet werden soll. Mehrere Initiativen und auch der Quartiersbeirat Karoviertel hatten sich gegen das derzeitige Verfahren ausgesprochen und einen neuen Bebauungsplan für den gesamten Bereich gefordert. Derzeit ist geplant, dass über das weitere Vorgehen und insbesondere über das vorgestellte Konzept in der Bezirksversammlung entschieden werden soll, auch wenn eigentlich der Bauausschuss zuständig wäre. Ein neuer Bebauungsplan ist bisher nicht vorgesehen.

„Gerade bei einem so wichtigen Projekt ist maximale Transparenz geboten.“, äußert sich Michael Osterburg. „Deswegen finde ich es vollkommen richtig, dass wir in der öffentlichen Bezirksversammlung, statt im nicht-öffentlichen Teil des Bauausschusses darüber beschließen. Auch wir GRÜNEN haben da noch internen Diskussionsbedarf um eine gemeinsame Position zu finden. Das zeigt wie kompliziert die Entscheidung hier ist.

 

Einige GRÜNE sind von der geplanten Begrünung auf dem Feldbunker zwar angetan, hegen aber Zweifel, ob sich das wirklich so umsetzen lässt. Das letzte was wir brauchen sind noch zwanzig Metern Beton mehr auf dem Dach. Deshalb halte ich es für überlegenswert eine neutrale Begutachtung der Pläne in die Wege zu leiten, um das zu bewerten.“

 

Der Feldbunker ist ein städtebauliches Relikt aus dem zweiten Weltkrieg. Er sollte ursprünglich sowohl als Schutzanlage für die örtliche Bevölkerung, als auch mit FLAK-Geschützen zur Luftabwehr dienen. Neben dem Bunker auf St. Pauli findet sich noch ein weiterer in Wilhelmsburg. Beide überragen mit rund 40 Metern Höhe die umliegenden Gebäude deutlich und bilden mit ihrer massiven Betonbauweise einen markanten, aber nicht sonderlich ästhetischen Blickfang im Stadtteil.