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BID als Chance für den Steindamm

Am Steindamm, der quer durch St. Georg fast bis an den Hauptbahnhof reicht, soll es bald Umbaumaßnahmen geben, um die Straße aufzuwerten. Im Rahmen eines sogenannten Business Improvement District (BID), sollen noch im Februar Pläne für die Neugestaltung vorgestellt werden. Der Steindamm ist geprägt von vielen kleinen Läden, die von Obst und Gemüse bis zu Schmuck ein vielfältiges Angebot bieten. Dabei sticht besonders der multikulturelle Charakter der Straße hervor. Die Schattenseiten zeigen sich jedoch in Form von Spielhallen, Sexshops, Kriminalität und Straßenprostitution. Durch bauliche Aufwertungen könnte hier ein erster Schritt getan werden, um den Steindamm noch publikumsfreundlicher zu machen.

„Ich denke, dass das BID eine richtig gute Chance für den Steindamm bedeutet.“, kommentiert Michael Osterburg die Entwicklungen. „Gerade im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung der Veloroute 7 sehe ich die Möglichkeit hier einen großen Sprung in Sachen Stadtentwicklung zu machen. Deshalb bin ich gespannt, in welcher Form der Radverkehr in den Plänen des BID vorkommt.

 

Der Steindamm soll ganz grundsätzlich seinen Charakter behalten. Gerade die vielen kleinen Läden und das multikulturelle Umfeld in Verbindung mit der Nähe zum Hauptbahnhof machen die Attraktivität dieser Ecke aus. Es kann also nicht darum gehen die nächste Ecke von Hamburg zu gentrifizieren. Ich denke aber, dass sich in der baulichen Aufwertung auch der eigenständige Charakter des Steindamms betonen lässt, das eine das andere also nicht ausschließt.“

 

Business Improvement Districts sind ein ursprünglich aus den USA stammendes Konzept. Gemeinsam mit Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie Gewerbetreibenden werden bauliche Maßnahmen erarbeitet, die ein bestimmtes Gebiet aufwerten sollen. Die Finanzierung läuft meist über Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, die Mittel in Höhe von bis zu zehn Prozent des Werts ihres Grundeigentums zur Verfügung stellen. Am Steindamm wird derzeit von einer Beteiligung von etwa eineinhalb Prozent ausgegangen. Bisher gibt es in Hamburg elf BIDs, darunter der Neue Wall, das Passagen-Viertel und das Nikolai-Quartier.