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Hafenmuseum auf dem Kleinen Grasbrook?

Die Hamburgische Bürgerschaft hat kürzlich mehr als eine Million Euro für den Bau einer neuen Flutschutzanlage bei den sogenannten 50er-Schuppen auf dem Kleinen Grasbrook bewilligt. Das Gelände war lange Zeit ein wichtiger Anlaufpunkt für den Überseehandel in Hamburg. Mit seinen originalen Lagerhallen und Hafenstrukturen aus den dreißiger bis fünfziger Jahren verkörpert das Gelände den Charme des alten Hamburg. Deshalb steht das Gelände auch seit 2002 unter Denkmalschutz und wurde in die Hände der Stiftung Hamburg Maritim gegeben. Diese hat sich bereits in den vergangenen Jahren massiv um den Erhalt des Geländes bemüht. Nun hat sie vorgeschlagen nbach dem Bau der Flutschutzanlagen innerhalb der alten Gebäude das große Deutsche Hafenmuseum zu errichten. Zugleich hat sie ein Konzept vorgelegt, mit dem das Gelände auch als Veranstaltungsort genutzt werden kann und damit beide Funktionen verbindet.

„Ich finde den Vorschlag sehr gut.“, so Michael Osterburg. „Wir müssen bemüht sein solche historischen Stätten zu erhalten, weil sie eine wichtige Perspektive auf die Geschichte unserer Stadt geben. Gleichzeitig steht dieser Gedanke aber immer wieder im Konflikt mit den modernen Ansprüchen an öffentliche Einrichtung, wie Interaktivität und flexible Nutzungsmöglichkeiten. Da wurde hier ein sehr guter Vorschlag unterbreitet.

 

Fast ebenso wichtig finde ich, dass dieses Museum auch den gesamten Bereich aufwerten würde. Wir gut sich hafennahe Gebiete für moderne Wohn- und Unterhaltungskonzepte eignen, zeigt sich etwa in Wilhelmsburg. Auch die Veddel und der Kleinen Grasbrook könnten eine solche Entwicklung nehmen, wenn erstmal attraktive Kulturangebote vor Ort sind.“

 

Bisher existiert in Hamburg nur das kleine Hafenmuseum, das eine Außenstelle des Museums für Arbeit ist. Doch eine Vergrößerung oder Neugestaltung an anderer Stelle wird bereits seit längerem diskutiert. Dabei spielt den Befürwortern auch in die Hände, dass der Bundestag bereits im November 120 Millionen Euro für einen Ausbau bewilligt hatte. Dass es zu einem Ausbau kommen wird steht also außer Frage. Nur der Ort steht noch nicht fest.