www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

AnwohnerInnen entwerfen ein Konzept für Schilleroper-Areal

Die Anwohnerinnen und Anwohner des Geländes rund um das ehemalige Theater Schilleroper haben ein Konzept zu dessen Umgestaltung vorgelegt. Darin schlagen sie vor die denkmalgeschützte Stahlkonstruktion zu erhalten, die anderen Gebäudeteile jedoch abzureißen. An deren Stelle soll dann nördlich und südlich der Oper drei neue Gebäudeteile errichtet werden. In ihnen sollen dann Wohnungen eingerichtet werden, darunter vor allem Sozialwohnungen und besondere Wohnkonzepte für ältere Menschen. Außerdem sollen gewerbliche Flächen, aber auch öffentliche Räume entstehen, die das Konzept abrunden. Im Zentrum der Anlage, zwischen den Stahlbögen, könnte hingegen ein begrünter Außenraum entstehen, der dem Komplex ein attraktives Flair verleihen soll. Das einzige Problem an dem Konzept ist, dass das Gelände in den Händen eines Privateigentümers liegt. Dem Vernehmen nach konnte der sich bisher nicht mit der Denkmalschutzbehörde einigen.

„Hier sollte endlich etwas passieren.“, findet Michael Osterburg. „Das Gelände siecht schon zu lange vor sich hin und ist städtebaulich zu attraktiv um es weiter verfallen zu lassen. Die Anwohnerinnen und Anwohner haben hier ein Konzept vorgelegt, dass zu prüfen sich in jedem Fall lohnt. Es würde nicht nur den Denkmalschutzbestimmung entsprechen, sondern auch einen attraktiven und modernen Baukomplex schaffen.

 

Der Eigentümer sollte sich möglichst schnell mit der Behörde einigen. Selbst wenn das vorgestellte Konzept nicht seinen Vorstellungen entspricht, könnte er es zumindest als Anregung aufnehmen. Es muss mit der Denkmalschutzbehörde ein Weg gefunden werden, um das Grundstück zu entwickeln.“

 

Die Schilleroper war am Ende des 19. Jahrhunderts als Zirkus-Areal für den Circus Busch erbaut worden. Davon zeugt die Stahlkonstruktion, die einst das Zelt stützte bis heute. Deshalb wird sie auch als historisches Erbe der Stadt empfunden und steht unter Denkmalschutz. Nach dem Zweiten Weltkrieg endete die Nutzung als Theater, seitdem wurden schon mehrfach Nutzungskonzepte für das Areal vorgestellt. In den Neunzigern etwa zogen dort Asylbewerber ein, doch schon damals kam es zu heftigen Protesten, weil das Gebäude bereits äußerst marode war. Mittlerweile ist das Betreten wegen der baulichen Mängel sogar verboten.