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Verzögerungen beim Ankauf von Billstedter Grundstück

Das Bezirksamt Mitte plant in der Nähe des Öjendorfer Sees bis zu 800 Wohnungen zu bauen. Etwa 300 davon sollen an den Haferblöcken entstehen, auf einer Fläche, die der Stadt gehört. Weitere 500 Wohnungen jedoch sind auf einem Grundstück geplant, dass derzeit noch ein Acker in Privatbesitz ist. Nun wurde bekannt, dass die Verhandlungen über den Kauf der Fläche erst kürzlich begonnen wurden, obwohl sie schon seit Oktober im Visier für den Wohnungsneubau steht. Der zuständige Landesbetrieb für Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) hat demnach in der vergangenen Woche Kontakt zum Eigentümer aufgenommen.

„Diese Verzögerung ist eine Frechheit!“, so Michael Osterburg. „Die Fläche wurde der Öffentlichkeit bereits als zukünftiges Bauland vorgestellt, mitsamt dem zugehörigen Baukonzept. Und das ohne, dass der Eigentümer davon wusste. Der LIG wusste mindestens seit Oktober von den Planungen, auch in der Öffentlichkeit sind sie kein Geheimnis. Deshalb ist für mich unerklärlich, warum hier nicht vorher mit den Vorbereitungen begonnen wurde.

 

Bis 2016 sollen wir 800 neue Wohnungen bauen, um Flüchtlinge unterbringen zu können. Das ist keine leichte Aufgabe, aber wir haben ein gutes Konzept dafür. Nur bringt uns das beste Konzept nichts, wenn die Damen und Herren im LIG ihre Arbeit nicht machen. Das Bezirksamt Mitte muss jetzt mit dem LIG eine schnelle Fehleranalyse betreiben und entsprechend reagieren, damit so etwas nicht nochmal passiert.“

 

Das Bezirksamt Mitte ist auf Beschluss der Bezirksversammlung für die Planung und die Suche nach Flächen verantwortlich. Für die Ausführung der Pläne jedoch gibt es verschiedene Landesbetriebe, in diesem Fall der Landesbetrieb für Immobilienmanagement und Grundvermögen. Dieser ist für den operativen Teil zuständig, sobald er eine entsprechende Weisung vom Bezirksamt erhält. Warum es in diesem Fall zu der Verzögerung kam ist noch ungeklärt, das Bezirksamt hat die Planungen allerdings bereits im Oktober an den LIG weitergegeben.