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Tourismus soll besser über Stadt verteilt werden

Bürgermeister Olaf Scholz hat verkündet, dass derzeit an einem Konzept gearbeitet werde, mit dem der Tourismus besser in Hamburg verteilt werden soll. Derzeit konzentriert sich ein Großteil davon auf die Innenstadt und den Bezirk Mitte. Zugleich wächst die Zahl der BesucherInnen jährlich, eine dringend benötigte Entwicklung, da in Hamburg etwa 100.000 Arbeitsplätze vom Tourismus abhängen. Bei größeren Veranstaltung bestehen noch immer Engpässe, wenn es um Übernachtungsmöglichkeiten geht. Nun soll die Hamburger Tourismus GmbH ein nachhaltiges Konzept erarbeiten, dass auch andere Stadtteile mit einbezieht.

„Es freut uns, dass die Innenstadt entlastet werden soll.“, so Michael Osterburg. „Dort gibt es zwar ganz sicher viele attraktive Orte für Touristinnen und Touristen, aber Hamburg hat noch sehr viel mehr zu bieten. Vom Stadtpark im Norden bis zum Kulturkanal im Süden gibt es viele Ecken, die touristisch besser erschlossen werden könnten. Gerade Wilhelmsburg entwickelt sich immer mehr zu einem sehr attraktiven, auch für BesucherInnen interessanten Viertel. Aber auch Billstedt, mit dem Kulturpalast und Horn mit seinen Parks und der Rennbahn sind für TouristInnen sicher interessant. Hier würde eine solche Entwicklung nicht nur die Innenstadt entlasten, sondern auch die lokale Wirtschaft stärken.

 

Wir befinden uns da in einem Zwiespalt. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen durch den Tourismus nicht überlastet werden, sonst entstehen Plastikviertel ohne einen echten AnwohnerInnen-Bezug. Auf der anderen Seite ist der Tourismus für Hamburg enorm wichtig. Gerade hier müssen wir den lokalen Bezug stärken, denn die vielen kleinen Ecken und Kieze sind die eigentliche Stärke unserer Stadt. Wenn wir das in den Vordergrund stellen wird das Hamburgs Ruf insgesamt stärken“

 

Bis Ende des Jahres werden in Hamburg mehr als zwölf Millionen Übernachtungen erwartet. Bis 2025 wird diese Zahl vermutlich auf bis zu 18 Millionen ansteigen. Derzeit verfügt die Stadt über etwas mehr als 50.000 Hotelbetten, zu wenig, um für die Prognose aufnehmen zu können. Deshalb wird die Tourismus-Branche noch mehr Standorte brauchen. Auch eine zentrale Tourismus-Information soll es geben. Zuletzt wurde dessen Planung am Rathaus wegen des Denkmalschutzes der dortigen Anlagen allerdings abgebrochen.