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Unibail-Rodamco legt Architekturpläne für südliches Überseequartier vor

Das französische Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco hat, in Abstimmung mit der Stadt, aktualisierte Architekturpläne für das südliche Überseequartier vorgelegt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung der HafenCity erreicht. Nach diesen Plänen soll nach einer Überarbeitung des Bebauungsplans ab 2017 mit Gestaltung begonnen werden. Auf rund 260.000 Quadratmetern soll ein solider Mix aus Einzelhandel, Büroflächen und Wohnungen entstehen. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 860 Millionen Euro. Allerdings ist auch ein großes Einkaufszentrum geplant, in dem sich der Großteil des Einzelhandels sammeln soll.

„Wir freuen uns, dass es hier endlich weitergeht.“, kommentiert Michael Osterburg. „Für die gesamte Stadt ist es enorm wichtig, dass wir beim Wohnungsbau vorankommen. Da haben wir natürlich die Nachverdichtung im Auge, aber perspektivisch müssen wir uns auch der Erschließung neuer Flächen widmen. Die HafenCity ist ein Beispiel dafür.

 

Allerdings ist sie eben auch ein Beispiel dafür, wie einiges schief laufen kann. Eine gute Durchmischung ist eines der Schlüsselelemente für eine funktionierende Stadt. Deshalb finden wir ein großes Einkaufszentrum an dieser Stelle auch deplaziert. Dort sammelt sich dann auch der Autoverkehr und alle anliegenden Straßen werden durch Parkende verstopft. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch in Sachen Lärm und Abgase belastend. Besser wäre es, wenn sich die Einzelhandelsflächen kleinteilig auf das Quartier verteilen und organisch in die gesamte Struktur einpassen würde.“

 

Unibail-Rodamco, das europaweit führende börsennotierte Immobilienunternehmen, hatte das Projekt 2014 übernommen und sich im vergangenen Jahr intensiv mit der Stadt und diversen Architekten auseinandergesetzt, um ein gutes Konzept zu entwerfen. Der aktuell vorgestellte Kompromiss sieht unter anderem vor, dass mehr Wohnungen und weniger Einzelhandel eingeplant werden. Außerdem soll das geplante Kreuzfahrtterminal besser in den Stadtteil integriert und mehr Wind- und Wetterschutz eingebaut werden.