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Nein zu Olympia, Ja zum Kleinen Grasbrook

Die Hamburgerinnen und Hamburger haben gestern über eine Bewerbung zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg 2024 entschieden. Mit einer denkbar knappen Mehrheit von 51,6 Prozent wurde ein weiterer Bewerbungsprozess abgelehnt. Damit wird sich Deutschland aus dem Bewerbungsprozess zurückziehen.

„Die Menschen haben entschieden und das gilt es zu respektieren.“, erklärt Michael Osterburg. „Beeindruckend ist die hohe Wahlbeteiligung, mehr als die Hälfte der Menschen haben abgestimmt. Außerdem war bereits vorher abzusehen, dass das Ergebnis äußerst knapp ausfallen würde. Daran kann man sehen, wie hoch das Interesse der Menschen an diesem Thema war. Ich denke, dass insbesondere die ungeklärte Finanzierungs-Frage und Bedenken hinsichtlich der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit entscheidend waren. Es wurde mit den vielen Informationsveranstaltungen nicht erreicht, die Vorteil den Menschen aus Mitte näher zubringen. Wir müssen daraus unsere Lehre ziehen und dies bei zukünftigen Projekten besser machen.

 

Auch bei den Konzepten müssen wir ansetzen. Der Kleine Grasbrook ist als Thema nicht vom Tisch. Hamburg braucht Wohnungen und die Hamburgerinnen und Hamburger haben sich ja nicht gegen die Bebauung des Kleinen Grasbrooks ausgesprochen. Wir werden weiter daran arbeiten eine Bebauung umzusetzen. Dabei werden insbesondere die Themen Inklusion und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Gerade die Planungen im Bereich Barrierefreiheit waren absolut vorbildlich und müssen weitergeführt werden.“

 

Ursprünglich war der Kleine Grasbrook, der zum Bezirk Mitte gehört, als zentraler Olympiaaustragungsort vorgesehen. Dort hätten bei einer erfolgreichen Bewerbung unter andere das olympische Dorf und das Olympiastadion entstehen sollen. Außerdem wäre der Stadtteil stärker an den ÖPNV in Hamburg angebunden worden. Das Konzept sah vor, den Stadtteil nach den Spielen zu einem neuen Wohngebiet umzubauen, dort wären dann mehrere tausend neue Wohnungen entstanden.