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Mietspiegel: Hamburg immer teurer

Der aktuelle Mietspiegel, der gestern veröffentlicht wurde zeigt, dass die Mieten in Hamburg immer teurer werden. Dieser Trend besteht schon seit Jahrzehnten, neu ist das Ausmaß der Mietsteigerungen. Allein in den vergangenen beiden Jahren stieg der Mietpreis auf dem Hamburger Wohnungsmarkt im Schnitt um 6,1 Prozent. Damit übertraf die Entwicklung zwischen 2013 und 2015 sogar das Ergebnis zwischen 2011 und 2013, als die Mieten um 5,7 Prozent angestiegen waren.

„Diese Entwicklung ist besorgniserregend.“, so Michael Osterburg. „Besonders in Ecken mit mittleren Mieten ist ein hoher Anstieg zu verzeichnen. Dies steht unserer Zielsetzung von gut durchmischten Wohngebieten diametral entgegen. Das ist nicht nur für untere und mittlere Einkommen problematisch, sondern gefährdet auch den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt. Der lebt von dieser Durchmischung.

 

Wir werden uns noch stärker dem Wohnungsbau widmen müssen, um das Wohnungsangebot zu erhöhen und damit den Markt zu entlasten. Auch die Mietpreisbremse wird dabei helfen, die Preise zu stabilisieren, aber dies wird erst in den kommenden Jahren spürbare Auswirkungen haben. Bis dahin sollten wir auch auf kurzfristigere Maßnahmen setzen. Ich denke da etwa an energetische Sanierungen, durch die die Nebenkosten geringer ausfallen und so die Mieterinnen und Mieter entlasten.“

 

Die Mietpreisbremse war am 1. Juli 2015 in Hamburg eingeführt worden. Damit war Hamburg nach Berlin das zweite deutsche Bundesland, das diese Bremse eingeführt hatte. Darin ist festgelegt, dass die Mieten bei Neuvermietungen die ortüblichen Vergleichsmieten nicht um mehr als zehn Prozent überschreiten dürfen. Deshalb werden die Effekte der Bremse wohl erst in den kommenden Jahren zu sehen sein. Die hohen Preissteigerungen liegen vermutlich zum einen an den teils sehr hohen Mieten bei Neubauten, zum anderen liegt der Verdacht nahe, dass viele VermieterInnen die Miete kurz vor Inkrafttreten der Bremse noch einmal erhöht haben.