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Neues Konzept für die Hamburger Messe nötig

Die Hamburger Messe verliert seit Jahren massiv an BesucherInnenzahlen. Allein die Hanseboot, die Reisen Hamburg und die Internorga, alles drei Eigenveranstaltungen der Betreiberfirma Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) haben zwischen 2005 und 2015 fast 90.000 BesucherInnen verloren haben. Die Hanseboot, als Aushängeschild und Publikumsmagnet der Messe, verlor dabei in den letzten zehn Jahren rund 40 Prozent und außerdem etwa 450 AusstellerInnen.

Andere Veranstaltungen, auch von Fremdbetreibern, die das Gelände für eigene Ausstellungen anmieten, mussten bereits wegen mangelnden Interesses ab gesagt werden. Die Betreiberfirma HMC verrät bislang nicht, ob der Betrieb einzelner Messen überhaupt noch Gewinn abwirft, zumindest darf aber davon ausgegangen werden, dass dort die Umsatzzahlen in den letzten Jahren deutlich eingebrochen sein dürften.

 

„Die Messe braucht dringend ein neues Konzept.“, konstatiert Michael Osterburg, „Es gibt sicher Themenfelder, die generell an Interesse Einbüßen. Aber in anderen Städten sind diese Verluste weit weniger gravierend. Außerdem denke ich nicht, dass das Interesse an solchen Messen insgesamt gesunken ist, vielmehr haben neue Trends die alten abgelöst. Da muss die HMC mit der Zeit gehen.

 

Es braucht eine Modernisierung, vermutlich sogar eine grundsätzliche Neuausrichtung in der Strategie. Außerdem können wir die Situation auch dafür nutzen, zu überlegen, wie die Messe besser ins Stadtbild und den Stadtteil eingepasst werden kann. Um sie in Hamburg zu halten müssen wir mehr Hamburg in die Messe bringen. Wenn das der Fall ist, dann werden sich auch die BesucherInnenzahlen wieder erhöhen.“

 

Die Stadt Hamburg hat immer wieder viel Geld in die Messe investiert. So wurden allein zwischen 2004 und 2008 etwa 370 Millionen Euro für die Erweiterung des Geländes von 67.000 auf 84.000 Quadratmeter ausgegeben. Außerdem finanziert die Stadt die GmbH kräftig mit. Bisher erwirtschaftet diese noch keinen Gewinn, im letzten Jahr etwa musste Hamburg einen Verlust von fast vier Millionen Euro ausgleichen.