www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Gebotsverfahren Klosterwall ohne Beteiligung von Bezirkspolitik und Bürgerschaft abgeschlossen

Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG), der Senat und das Bezirksamt Mitte haben das Gebotsverfahren Klosterwall ohne die weitere Beteiligung der Bezirkspolitik und der Hamburgischen Bürgerschaft abgeschlossen. Der Abriss der City Hochhäuser stellt aus Sicht der Grünen im Bezirk Mitte zwar eine Chance dar, die es jetzt zu nutzen gilt. Das Gebotsverfahren wurde allerdings nicht transparent und für alle Seiten nachvollziehbar geführt. "Es kann nicht sein, dass hier Entscheidungen getroffen werden, die nicht ausreichend erläutert und in die weder die Bezirkspolitik, die Bürgerschaft noch die Bürger mit eingebunden werden", kritisiert Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in Mitte. "Eine Beteiligung muss gerade bei einem Verfahren in so zentraler Lage und mit diesem Konfliktpotenzial zwingend gewährleistet sein." 

Aus den verbliebenen zwei Geboten wurde das Konzept des Aug. Prien-Konsortiums ausgewählt, das nun seinerseits einen städtebaulichen Wettbewerb zur konkreten architektonischen Umsetzung mit mehreren Architekturbüros durchführen wird. 

Die City Hochhäuser stehen seit Mai 2013 unter Denkmalschutz, weswegen die Entscheidung für Sanierung oder Neubau sehr kontrovers diskutiert wird. Der letzte Entwurf, der eine Sanierung der Hochhäuser vorsah, schied im September wegen Nichteinhaltung der Angebotsbedingungen aus dem Verfahren aus. Kritiker bemängeln die Intransparenz dieser Entscheidung sowie die nicht ausreichende Begründung des Ausscheidens, das letztendlich den Abriss der City Hochhäuser bedeute. Sie fordern außerdem ein neu aufgelegtes Ausschreibungs-verfahren, das lediglich Gebote berücksichtigt, die die Sanierung der Hochhäuser vorsehen.

 

Michael Osterburg hat dazu eine klare Haltung: „Wir haben durch den Neu-bau die Möglichkeit etwas zum Positiven zu verändern und mehr Lebensqualität in die Innenstadt zu bringen, die geprägt ist von Büro- und Gewerbeflächen. Das Ziel muss sein, durch bauliche Veränderungen mehr Wohnraum zu schaffen und die Autofreiheit des Weltkulturerbes Kontorhausviertel zu erreichen.

Nichtsdestotrotz muss das Gebotsverfahren transparent und für alle Seiten nachvollziehbar geführt werden! Es hätte von Anfang an ein öffentliches Verfahren mit Architektenwettbewerb geben müssen, das eine nachvollziehbare Entscheidungsfindung für Sanierung oder Abriss mit Vertretern aller Gremien möglich macht!“