www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Flüchtlingsunterkunft gemeinsam planen

Der Bezirk Mitte plant auf zwei Flächen westlich des Öjendorfer Parks 800 Wohneinheiten für Flüchtlinge zu errichten. Hamburg benötigt diese Unterkünfte, um Geflüchteten eine langfristige Unterkunft zu ermöglichen. Die Anwohner sehen dabei zwei wesentliche Probleme: Zum einen sind in Billstedt bereits 1900 Flüchtlinge untergebracht, zum anderen soll das geplante Quartier in der Nähe der Neubausiedlung Haferblöcken entstehen. Dass dieses Vorhaben nicht jedem gefällt, war abzusehen. Um den Bürgern die Chance zu geben ihre Kritik zu äußern und mit den Verantwortlichen in Dialog zu treten, gab es am Montag eine Informationsveranstaltung im Kurt-Körber-Gymnasium. Es wurde hitzig und größtenteils konstruktiv debattiert. Leider kam es aber auch vereinzelt zur Äußerung rechter Parolen.

Für Michael Osterburg ein No-Go: „Dafür ist in unserer Gesellschaft kein Platz! Wir sind als Gesellschaft in der Pflicht die Probleme solidarisch zu lösen.“ Natürlich muss eine Ghetto-Bildung verhindert werden und selbstverständlich muss darauf geachtet werden, neu ankommende Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Anders als in Großunterkünften ist es zurzeit aber einfach nicht möglich, dies wird deutlich, wenn man sich die Situation am Wohnungsmarkt anschaut. Osterburg weiter: „Aus den Fehlern der Vergangenheit müssen die richtigen Schlüsse gezogen werden. In Billstedt bietet sich jetzt die Chance dafür. Wir wollen die Anwohner in die Planungsprozesse von Anfang an mit einbeziehen. Die GRÜNEN in Hamburg-Mitte werden sich außerdem dafür einsetzen, dass Ausgleichsflächen rund um den Öjendorfer Park entstehen, um dem Verlust von Grünflächen zu kompensieren und den Naturschutz zu stärken.“ Dass durch die starke Präsenz des Themas in den Medien viele Anwohner verunsichert sind, liegt auf der Hand. Michael Osterburg zeigt sich aber zuversichtlich: „Ich bin mir sicher, dass wir durch die gemeinsame Planung von Politik und Bewohnern gute Ergebnisse erzielen werden.“