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Höhere Ziele bei sozialem Wohnungsbau

Der Senat will den sozialen Wohnungsbau in Hamburg deutlich stärker vorantreiben. Demnach soll die Zielvorgabe von derzeit 2.000 zu bauenden Sozialwohnungen um 300 Stück aufgestockt werden. Dazu wird auch die staatliche Förderung in diesem Bereich um 28 Millionen Euro erhöht. Zudem soll der städtische Wohnungskonzern Saga zukünftig jährlich 2300 "vordringlich wohnungsuchende Haushalte" mit Wohnraum versorgen. Die bisherige Vorgabe lag hier bei 1.900 Haushalten. Damit soll der Problematik um Wohnungsnot bei sozial schwachen Haushalten Abhilfe geschaffen werden.

„Jetzt sammeln wir die Scherben auf, die uns die CDU hinterlassen hat.“, beklagt Michael Osterburg. „Unter dem schwarzen Senat wurde der soziale Wohnungsbau eingestampft, mit dem Ergebnis, dass wir nun eine riesige Versorgungslücke haben, weil uns mehrere Jahre und damit tausende von Wohnungen fehlen.

 

Die Initiative des Senats ist richtig und wichtig. Wir dürfen solche Dinge nicht aus den Augen verlieren, auch wenn die Themen Olympia und Geflüchtete derzeit dominieren. Die Zielvorgaben zu erhöhen und mehr Geld dafür zu investieren ist ein guter Schritt. Aber wir sollten auch darüber sprechen bei Bauvorhaben zukünftig noch mehr als die bisher geltenden 30 Prozent geförderten Wohnungsbau zu fordern. Nur dann können wir die Lücke schließen und alle Menschen unterbringen.“

 

Derzeit leben in Hamburg rund 6.100 Menschen in Sozialwohnungen. Diese Wohnungen werden in erster Linie an "vordringlich wohnungsuchende Haushalte" vergeben. Neben Menschen die über ein zu geringes Einkommen verfügen, um auf dem regulären Wohnungsmarkt eine Bleibe zu finden, werden sie auch an Obdachlose vergeben, die gar keine Unterkunft finden oder aber an Opfer von häuslicher Gewalt, die dringend unterkommen müssen. Am Ende des vergangenen Jahres lag die Zahl der unversorgten, aber berechtigten Haushalte bei 7795.