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Neuer Flüchtlingskoordinator berufen

Am Montag hat die Staatsräterunde einen Flüchtlingskoordinator für die Stadt Hamburg berufen. Der 56 Jahre alte Anselm Sprandel wurde dazu ernannt. Zuvor hatte er als Leiter des Amts für Zentrale Dienste in der Sozialbehörde gearbeitet und gilt als sehr professionell und durchsetzungsfähig. Seine wichtigste Aufgabe in den kommenden Monaten wird die Koordination der Unterbringung der Geflüchteten in die vorhandenen Aufnahmeeinrichtungen sein. Außerdem wird er sich um die Suche nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten kümmern. Er kann dabei auf einen Stab von bisher 25 MitarbeiterInnen zurückgreifen, die derzeit im Lagezentrum an der Steinstraße arbeiten. Sprandel erhält außerdem Durchgriffsrechte, mit denen auch sehr kurzfristig wichtige Entscheidungen autark getroffen werden können.

„Es ist längst überfällig, dass hier die bürokratischen Hürden abgebaut werden!“, findet Michael Osterburg. „Seit Monaten helfen tausende von Menschen ehrenamtlich in dieser Sache und die Stadt versinkt im Behörden-Wirr-Warr.

 

Anselm Sprandel ist für uns die beste Wahl für diesen Posten. Er kennt die Verwaltungsstrukturen gut und weiß was er tun muss, um seine Anliegen durchzusetzen. Außerdem hat er bereits bewiesen, dass er hervorragend koordinieren kann. Es wird nun wichtig sein, den weiteren Prozess transparent zu gestalten. Die BürgerInnen und Bürger müssen daran beteiligt werden, genauso wie die Bezirksversammlungen und die Bürgerschaft. Behördliche Alleingänge, wie sie schon einige Male vorgekommen sind, können wir uns in dieser wichtigen Angelegenheit nicht leisten. Auch in solchen Ausnahmesituationen wie derzeit setzen wir uns dafür ein, dass die Menschen an der Gestaltung ihrer Stadt mitwirken.“

 

Der Flüchtlingskoordinator ist nur eine von mehreren Maßnahmen, die bisher ergriffen wurden, um der Situation um die Geflüchteten Herr zu werden. Auch Maßnahmen wie etwa die Einrichtung des Forums Flüchtlingshilfe sollen dazu beitragen. Damit soll dem Durcheinander, dass aus den sich überschneidenden Zuständigkeiten von Innen- und Sozialbehörde ergibt, ein Ende bereitet werden.

 

In vier Wochen soll Sprandel dem Senat Bericht erstatten und auch über die Personalsituation referieren. Es wird damit gerechnet, dass das Personal des Lagezentrums noch um bis zu zehn Kräfte aufgestockt werden könnte.