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Touristeninformation am Rathausmarkt vor dem Aus

Wie bekannt wurde stehen die Planungen zur Einrichtung einer Tourismusinformation am Rathausmarkt vor dem Aus. Nach einem Architekturwettbewerb hatte sich die Jury zunächst für einen Entwurf zur Umgestaltung des Platzes entschieden. Hamburg Tourismus hatte daraufhin festgestellt, dass der Entwurf zu klein erstellt worden war. Ursprünglich sollte ein Teil der Fläche an Gastronomie-Betriebe und den HVV vermietet werden. Durch den fehlenden Platz wäre das mit dem aktuellen Entwurf nicht mehr realisierbar gewesen, wodurch auf die Stadt zusätzliche Betriebskosten von knapp einer halben Million Euro im Jahr zugekommen wären.

 

Hamburg Tourismus ließ daraufhin alternative Konzepte prüfen, doch Oberbaudirektor Jörn Walter unterband dies mit dem Hinweis auf den abgeschlossenen Wettbewerb. Demnach scheint nur der aktuelle Entwurf infrage zu kommen, der allerdings von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation wegen der zu hohen Betriebskosten abgelehnt wird.

„Es ist sehr schade, dass der Platz nun in seinem derzeitigen Zustand bleiben soll.“, so Michael Osterburg. „Die Tourismusinformation und die damit verbundene Umgestaltung hätten den Platz deutlich belebt. Gerade der Rathausplatz muss ansprechend gestaltet sein, weil er doch ein Aushängeschild unserer Stadt ist. Die heruntergekommen Dächer und Kioske sind einem so wichtigen Ort überhaupt nicht angemessen und müssten dringend einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt werden.

 

Sollte dies nicht möglich sein, dann müssen wir überlegen, ob es im Rahmen des Denkmalschutzes machbar ist, die Dächer und die Straße zu entfernen. Die Bushaltestelle ließe sich in die Bergstraße verlegen, das würde auch den ÖPNV an dieser Stelle beschleunigen. Dann wäre eine viel umfangreichere Neugestaltung möglich, mit der sich der Platz richtig aufwerten ließe.“

 

Die Dächer auf dem Rathausmarkt stammen aus den achtziger Jahren und stehen unter Denkmalschutz. Ursprünglich war angedacht gewesen, sie in die neue Tourismuszentrale zu integrieren. Dafür war ein Wettbewerb ausgeschrieben worden, bei dem sich verschiedene Büros mit Entwürfen beworben hatten. Für das Konzept standen insgesamt rund sechs Millionen Euro zur Verfügung, die aus der Bettensteuer finanziert werden sollten.

 

Über den Sieger des Wettbewerbs war nur nach langer Diskussion und nicht einstimmig entschieden worden. Dieser hatte allerdings einen Entwurf vorgelegt, der nur rund 400 Quadratmeter umfasst hatte. Für eine Untervermietung hätten jedoch rund 600 Quadratmeter eingeplant werden müssen.