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Situation um Geflüchtete spitzt sich zu

Die Lage der Geflüchteten in Hamburg wird zusehends schwieriger. Immer wieder müssen viele von ihnen in der Wandelhalle des Hamburger Hauptbahnhofs übernachten, die Bahn hat deshalb mittlerweile Zelte auf dem Vorplatz aufgestellt. Jüngst war auch von einem Tuberkulose-Verdacht unter den dort untergekommenen Menschen berichtet worden. Auch der Umzug der Geflüchteten aus den Messehallen in einen ehemaligen Baumarkt am vergangenen Freitag hatte unter hochproblematischen Umständen stattgefunden. Die neue Unterkunft war nicht auf die Ankunft vorbereitet gewesen, es fehlten Betten und sanitäre Anlagen hatten nicht funktioniert. Daraufhin waren einige der Menschen in einen Hungerstreik getreten.

Auch am gestrigen Mittwoch gab es eine neue Hiobsbotschaft. Die Erstaufnahmeeinrichtungen waren so überfüllt, dass mehrere hundert der Geflüchteten nicht untergebracht werden konnten. Sie mussten daraufhin vor der Registrierungsstelle in der Harburger Poststraße unter freiem Himmel schlafen.

 

„Gestern konnten knapp 500 Menschen zuerst keine Unterkunft zugewiesen werden, dies ist besonders bei den jetzigen Temperaturen in der Nacht für Familien mit Kindern unhaltbar. Wir brauchen dringend mehr leerstehende Gewerbeflächen und private Haushalte, die Flüchtlingen eine Unterkunft bieten wollen. “, so Michael Osterburg.

 

Täglich kommen etwa 350 Geflüchtete in Hamburg an. Viele von ihnen müssen in Zelten und provisorischen Lagern übernachten. Mittlerweile hat der Senat auch das Ziel aufgegeben, bis zum Winter eine feste Unterkunft für alle zu finden. Problematisch ist vor allem, dass die Messehallen ab sofort für den Aufbau der Hanseboot-Messe benötigt werden, die ab dem 31. Oktober stattfindet. Bisher hatten dort mehr als 1.000 Geflüchtete eine Unterkunft gefunden.