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Momeni-Gruppe kauft Springer-Gebäude

Die Hamburger Immobiliengruppe Momeni gab gestern bekannt, dass sie zwei Gebäude des Axel-Springer-Verlags gekauft hat. Darunter befindet sich auch das 14-stöckige Verlagshaus, das an den Verlag rückvermietet werden soll. Zuvor soll das denkmalgeschützte Hochhaus allerdings saniert werden. Das andere Gebäude wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Investorengruppe hat sich nun auch zu den vom Bauauschuss geforderten 30 Prozent Wohnungsbau bekannt und die Planungen entsprechend geändert. Damit wird die Ecke durch einen Mix aus Wohn- und Gewerbeflächen neu belebt.

„Es war wichtig, dass wir hier konsequent geblieben sind“, kommentiert Michael Osterburg. „Wir haben in Hamburg nach wie vor einen großen Bedarf für Wohnungen und durch die Geflüchteten wird sich diese Situation in Zukunft eher ver-, als entschärfen. Außerdem hätten wir einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen, wenn wir hier auf den Wohnungsanteil verzichtet hätten.

Uns war es wichtig die Ecke wieder zu beleben. Gerade die Erdgeschosszone des Gebäudes war in den letzten Jahren einfach verschwendeter Platz, weil sie nicht genutzt wurde. Mit dieser Mischung aus Wohnungen und Geschäften wird sich das zukünftig ändern.“

 

Bereits Anfang September hatte die Momeni-Gruppe den Vollzug des Kaufs gemeldet. Der Abriss und Neubau des Mitteltraktes des Gebäudekomplexes war auch damals schon geplant. Allerdings waren in den ersten Planungen ausschließlich Gewerbeflächen eingeplant gewesen, deshalb hatte der Bauauschuss Mitte den Entwurf abgelehnt und kein Genehmigung erteilt. In Hamburg gilt für Neubauten die Maßgabe ein Drittel Wohnungsbau einzuplanen, um eine Baugenehmigung zu erhalten.