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Hamburg hilft ‒ Geld und viel Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge

Die Stadt Hamburg stockt die Mittel für Flüchtlinge um mehr als eine halbe Milliarde Euro auf. Das gab Finanzsenator Tschentscher am vergangenen Mittwoch bekannt. Damit wird den massiv steigenden Flüchtlingszahlen in diesem Jahr Rechnung getragen. Die Regierungskoalition bringt außerdem am kommenden Mittwoch einen Antrag in die Bürgerschaftssitzung ein, um das "Forum Flüchtlingshilfe" auf den Weg zu bringen. Damit soll die Vernetzung und Koordination der vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfer gestärkt werden. Auch Hamburg-Mitte wird davon profitieren. Projekte wie "Refugees Welcome - Karoviertel" oder "Die Insel hilft" in Wilhelmsburg kümmern sich schon jetzt mit viel Herzblut ehrenamtlich um die Flüchtlingshilfe. So versammelten sich am vergangenen Mittwochabend etwa tausend Menschen im Ballsaal des Millerntorstadions, um sich über Möglichkeiten der Beteiligung und die bisherige Arbeit der Freiwilligen rund um die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung in den Messehallen zu informieren.

„Der ehrenamtliche Einsatz und die Solidarität der Hamburgerinnen und Hamburger ist fantastisch“, so Michael Osterburg. „Nach den schlimmen Bildern aus Heidenau, Nauen und anderen Orten ist es schön zu sehen, dass so viele Menschen die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen und helfen wollen. Ohne diese Freiwilligen ginge hier nichts mehr. Gerade deshalb ist es wichtig, diesen Einsatz mit politischen Maßnahmen zu unterstützen. Die Aufstockung des Haushalts ist da ein erster Schritt, aber es muss noch mehr kommen. Wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen und erwarten, dass diese Menschen in ein paar Jahren wieder verschwunden sind. Deshalb brauchen wir eine langfristige Strategie. Dazu gehört zum Beispiel eine echte Betreuung, bei der die Flüchtlinge etwa bei Ämtergängen unterstützt werden. Außerdem müssen die Gelder, die ihnen zustehen, zügig ausgezahlt werden. Darüber hinaus wird es aber vor allem darum gehen, Perspektiven zu entwickeln. Die Flüchtlinge müssen eine Aussicht auf Arbeit haben, auf Wohnungen und auf ein Leben, das nicht nur provisorisch ist."

 

 Hamburg wird in diesem Jahr etwa doppelt so viele Flüchtlinge aufnehmen, wie im vergangenen. Die Innenbehörde rechnet damit, dass etwa 11.000 neue Flüchtlinge dauerhaft nach Hamburg kommen. Mittlerweile ist die Situation so angespannt, dass in vielen Stadtteilen Zeltlager und provisorische Erstaufnahmeeinrichtungen aufgebaut wurden, um der Lage Herr zu werden. Von Beginn an hat sich der Großteil der Hamburgerinnen und Hamburger dabei als außerordentlich hilfsbereit und offen gezeigt.