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Pläne zur Umgestaltung des Bahnhofs

Die Deutsche Bahn hat angekündigt eine Verkehrsstromanalyse für den Hamburger Hauptbahnhof in Auftrag zu geben. Damit soll überprüft werden wo und warum es zu großen Staus der Fahrgäste in der Halle kommt. Augenscheinlich ist, dass insbesondere der Südsteg massiv überlastet zu sein scheint. Zur Hauptverkehrszeit drängen sich dort die Menschen dicht an dicht, viele Drängen sich auf den Abgängen zu den Bahnsteigen und auch auf den Bahnsteigen selber sieht es oft nicht viel besser aus. Auch an der Ecke des Steintorwalls zur Kirchenallee gibt es weiterhin Probleme. Dort liegt häufig Müll herum, Betrunkene urinieren in die Ecken. Die gesamte Ecke macht einen verdreckten Eindruck.

 

„Hier muss dringend etwas passieren“, mahnt Michael Osterburg. „Gerade für Pendler ist die Situation unerträglich. Dabei sollte die Stadt das Bahnfahren möglichst attraktiv machen, immerhin ist es die klimafreundlichste Möglichkeit zwischen Hamburg und dem Umland zu pendeln. Bereits vor drei Jahren haben wir beantragt, die Vor- und Parkplätze umzugestalten. Gerade viele der Parkplätze werden den ganzen Tag von Dauerparkern blockiert und sind für pendelnde Fahrgäste völlig nutzlos. Mit kleineren Parkplätzen in der Umgebung des Bahnhofs wäre Platz gewonnen, um die Situation zu entschärfen.

Außerdem könnte man die Steintorbrücke am Südende des Bahnhofs überdachen und mit Zugängen an die Bahnsteige anbinden. Das würde den Südsteg deutlich entlasten. Dort könnte man dann auch Haltestellen für die HVV-Busse einrichten, um das Umsteigen zu beschleunigen. Vielleicht müsste die Brücke dann für den Autoverkehr gesperrt werden, aber eine generelle Neugestaltung der Verkehrsführung am Bahnhof wäre ohnehin sinnvoll. Wir sollten das als Chance begreifen. Es gibt Möglichkeiten, die Stadt muss sie nur nutzen.“

 

Das tägliche Aufkommen im Hauptbahnhof liegt mittlerweile bei mehr als einer halben Million Fahrgästen. Damit sind im Vergleich zum Vorjahr noch einmal rund 50.000 Fahrgäste täglich dazu gekommen. Die generelle Situation im Umfeld des Hauptbahnhofs ist schon lange ein Problem. Vor drei Jahren übertrug die Stadt der Deutschen Bahn das Hausrecht im Umfeld des Bahnhofs. Diese erließ ein Rauch-, Trink- und Bettelverbot in den betroffenen Bereichen, außerdem patroulliert nun der Sicherheitsdienst der Bahn über die Vorplätze. Doch trotz alledem blieb die Situation unverändert.