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Erster Spatenstich zu neuem Elisa-Gebäude

Gestern erfolgte in Hamm der erste Spatenstich zum neuen „Elisa II“-Gebäude. Zuvor hatten sich die Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft (vhw) mit den letzten MieterInnen auf einen Kompromiss geinigt. Im gestern begonnenen Neubau soll die Miete nun zwischen 5,90 und 8 Euro pro Quadratmeter liegen und damit weit unter den ursprünglich geplanten 12 Euro. Insgesamt sollen 102 neue Wohnungen entstehen und die alten MieterInnen erhalten die Möglichkeit ins neue Gebäude zurückzukehren.

 

„Wir freuen uns, das endlich Bewegung in die Sache kommt“, so Michael Osterburg. „Wichtig war uns, dass die Wohnungen vollständig öffentlich gefördert werden und der Wohnraum für die Menschen bezahlbar bleiben muss. Auch dass die alten MieterInnen zurückkehren können ist ein Erfolg. Trotzdem hätten wir uns gewünscht, dass die historische Fassade erhalten bleibt und nicht durch einen Nachbau ersetzt wird. Historisch sein und nur so aussehen sind nicht dasselbe. Deswegen werden wir uns auch weiterhin für den Bestandsschutz der alten Backsteingebäude in Hamburgs Osten einsetzen. Das Gesicht unserer Stadt muss erhalten bleiben!“

Um den Backsteinbau hatte es zuvor jahrelangen Streit gegeben. Sowohl MieterInnen, als auch Denkmalrat, Architektenkammer und Fritz-Schumacher-Gesellschaft hatten sich gegen den Abriss ausgesprochen, um die günstigen Mieten und die historische Fassade des Gebäudes zu erhalten. Unter anderem hatten MieterInnen die Initiative „Rettet Elisa“ gegründet, es wurden Runde Tische und Unterschriftenaktionen ins Leben gerufen. Im Frühjahr fand sich außerdem ein solventer Kaufinteressent, der den Bau retten wollte. Allerdings begann die vhw dennoch kurz darauf mit dem Abriss.