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500 zusätzliche Plätze in der Erstaufnahme Dratelnstraße

Letzte Woche hat die Innenbehörde bekannt gegeben, dass weitere 500 zusätzliche Plätze in der Erstaufnahme in Wilhelmsburg eingerichtet werden sollen. Damit wird die Kapazität der Flüchtlingsunterbringung auf 1300 erhöht. Zusammengerechnet mit den weiteren Plänen zur Unterbringung und den bisherigen Plätzen, wird Wilhelmsburg in Zukunft 2500 bis 3000 Flüchtlinge unterbringen, obwohl Wilhelmsburg selber zu einem der ärmsten Stadtteile der Stadt zählt. „Die Entscheidung der Innenbehörde den bisher schon stark belasteten Stadtteil Wilhelmsburg erneut auszuwählen ist unzumutbar und ungerecht. Die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Wilhelmsburger und Wilhelmsburgerinnen wird ausgenutzt. Im Gegensatz dazu wirkt es gerade zu zynisch, dass sich die gut situierten Stadtteile wie Blankenese und Harvestehude über Flüchtlingsunterkünfte von 150 bis 200 Personen beklagen“, erklärt Michael Osterburg, der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Mitte.

Der Bezirk Mitte wird im Vergleich zu anderen Bezirken bereits überproportional für Unterbringungen genutzt. „Es ist klar, dass es eine Ausnahmesituation gibt und wir möglichst schnell Unterbringungen für Flüchtlinge schaffen müssen. Doch die Unterbringungen müssen gerecht aufgeteilt werden und alle Bezirke müssen sich gleichermaßen beteiligen. Es kann nicht sein, dass wir hauptsächlich die ärmsten Stadtteile der Stadt dafür auswählen und andere wohlhabendere Stadtteile, aus Angst vor Klagen oder Protest, auslassen.