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Neues Integrations- und Familienzentrum (IFZ) in St. Georg

Anstelle der ehemaligen Familieneinrichtung SCHORSCH planen Senat und Bezirk Mitte zusammen mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde und der Lawaetz-Stiftung den Neubau eines Integrations- und Familienzentrum (IFZ). Neben dem Zentrum sollen weitere soziale Einrichtungen einen Platz bekommen, außerdem sollen 49 Wohnungen für junge Auszubildende entstehen. Doch auch bei diesem Bauvorhaben formiert sich wieder einmal Widerstand aus Nachbarn. Diese sehen ihre ohnehin schon eingeschränkte Wohnqualität, aufgrund der Nähe des Hansaplatzes, bedroht und klagten vor dem Verwaltungsgericht. Das größte Problem ist die Verschattung der anliegenden Häuser. „Für den Stadtteil entsteht ein wertvolles Familienzentrum", sagt Michael Osterburg von den Grünen. „Hier werden dringend benötigte geförderte Wohnungen geschaffen. Nachbarrechte sind wichtig. An dieser Stelle wäre es tragisch, wenn Einzelinteresse über das Gemeinwohl gestellt würde.

 

Das Gericht wies zwar die Klage ab, doch die Kläger geben nicht auf und versuchen in nächster Instanz beim Oberverwaltungsgericht. Außerdem wird Kritik am Vergabeverfahren geübt. Demnach wurde die Vergabe nicht europaweit ausgeschrieben, obwohl sie über den Grenzwert von 5,186 Millionen Euro liegt. Der Senat teilte nach einer Schriftlichen Kleinen Anfrage mit, dass nach bisheriger baufachlicher Prüfung kein Verstoß festgestellt wurde. Es wurde jedoch noch nicht genau nach dem Punkt der europaweiten Vergabe gefragt. Da es sich allerdings um verschiedene Träger handelt und diese den Schwellenwert nicht überschreiten, ist der Vorwurf nicht länger haltbar. Laut derzeitigen Plänen soll der Abriss des alten Jugendhauses bereits im Juli erfolgen und die Fertigstellung des IFZ Ende 2016 erfolgen.