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Ende der Pannensoftware JUS IT

Der Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele hat diese Woche bekannt gegeben, dass die Behördensoftware JUS IT nicht weiter ausgebaut wird. Seit drei Jahren wird das Programm in den Jugendämtern genutzt und sorgte von Beginn an für viele Probleme und hohe Kosten. Eigentlich sollten auch in anderen Behörden, wie zum Beispiel in den Sozialämtern, diese Software eingeführt werden. Nun allerdings entschied sich der Senat das Programm nicht mehr weiter auszubauen. Die Jugendämter müssen allerdings weiterhin damit arbeiten. „Nach vielen Pannen und der großen Kostensteigerung von JUS IT, ist es der richtige Schritt diese Software nicht weiter auszubauen“, erklärt Michael Osterburg, der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Mitte und begrüßt die Entscheidung.

Die Software sollte eigentlich die verschiedenen Ämter und die Mitarbeiter besser vernetzen und somit auch den Kinderschutz verbessern. Die Einführung wurde in Folge der  Kindesvernachlässigungen mit tödlichen Folgen bei Jessica und Lara-Mia geplant. Auch unser sozialpolitische Sprecher Lothar Knode steht der Software kritisch gegenüber: „Bis heute hat das Programm JUS IT die Erwartungen nicht erfüllt und wird es nie erfüllen. Es ist viel zu komplex und kompliziert und führt nicht zu einer effizienteren Arbeitsweise in der Jugendhilfe. Im Gegenteil, JUS IT ist zu einer echten Mehrbelastung geworden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verbringen den größten Teil ihrer Arbeitszeit mit der Software und für die wichtigen Aufgaben bleibt dadruch zu wenig Zeit.“