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Ende des Elisa-Ensembles besiegelt?

Am Dienstag fuhren die ersten Bagger vor und begannen mit dem Abriss der Backsteingebäude in Hamm. Über 3,5 Jahre kämpfte die Initiative Elisa für den Erhalt der schützenswerten Gebäude. Am Dienstagmorgen begann schließlich der Abriss im Hinterhof des Hauses am Chapeaurougeweg 16 - am Nachmittag wurde der Abriss am Haus 3 am Elisabethgehlöz fortgesetzt. Hoffnung gab es seitens der Initiative bis zuletzt. Man hatte sogar einen Hamburger Unternehmer aus der Schifffahrtsbranche gefunden, der das Haus retten und kaufen wollte. Die Wohnungsbaugenossenschaft vhw zeigte sich jedoch uneinsichtig und ließ stattdessen mit dem beginnenden Abriss Fakten schaffen. Die vhw erklärte, dass die Möglichkeit eines Verkaufs keine Option darstelle, da sie an gleicher Stelle einen Neubau errichten möchte. „Das Ende scheint nun endgültig zu nahen. Es ist sehr schade, dass ein Stück Hamburger Baukultur verloren geht. Auch die kleinen Wohnungen waren für den Wohnungsmarkt sehr wichtig.“ erklärt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte.

Auch der Denkmalschutzverein und Stadtplaner hatten sich für den Erhalt ausgesprochen. Das Denkmalschutzamt hatte das Gebäude allerdings nicht als schützenswert eingestuft, da nach den Kriegsschäden zu wenig Originalbausubstanz erhalten geblieben ist. Die Befürworter des Erhalts entgegnen jedoch, dass die Gebäude Denkmalwert besitzen, da die wiederaufgebauten Teile vom gleichen Architekten durchgeführt wurden wie beim Originalentwurf.