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Hamburg produziert wieder mehr CO₂

Der CO₂ -Ausstoß ist in Hamburg leicht gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigen neuste Veröffentlichungen des Statistikamts Hamburg und Schleswig-Holstein. Mit 11,43 Milliarden Tonnen CO2-Ausstoß gab es einen leichten Anstieg im Gegensatz zum Vorjahr, welcher teilweise wetterbedingt zu erklären ist. Dennoch sind die Zahlen alarmierend im Hinblick auf die langfristigen Klimaziele der Stadt. Das selbsternannte Ziel der Hamburger Politik und Wirtschaft ist es bis zum Jahr 2020 den Ausstoß um 40 Prozent zu verringern im Bezug auf das Jahr 1990. Diese neusten Werte verzeichnen jedoch nur einen Rückgang von 10 Prozent. „Es muss endlich umgesteuert werden. Weniger Verkehr, besser ÖPNV und lokale Energienetze müssen erfolgen. Auch das Kraftwerk Moorburg, welches die CDU gefördert hat, ist ein großer Fehler gewesen und lässt die Klimaziele in weite Ferne rücken.“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Mitte, Michael Osterburg,

Das Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. In der Tat trägt der Verkehr mit 35 Prozent am meisten zum Hamburger CO2-Ausstoß bei, dicht gefolgt von der Energieversorgung mit 34 Prozent. Das Steinkohlekraftwerk Moorburg wird vermutlich, je nach Auslastung, bis zu neun Millionen Tonnen CO₂ produzieren. Betrachtet man auch hier die langfristigen Zahlen zum Ausstoß, zeigt sich dass die Industrie und Energiewirtschaft im Vergleich zu 1990 ihren CO2-Ausstoß sogar erhöht hat, während dieser im Verkehrsbereich und bei den Haushalten rückläufig war.