www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Demonstration für sexuelle Vielfalt und gegen Homophobie

Am Samstag gingen über 1000 Menschen auf die Straße um ein Zeichen zu setzen gegen die Demonstration der 'Besorgten Eltern'. Etwa 100 bis 150 besorgte Eltern waren am Hauptbahnhof zusammengekommen, um gegen den vermeintlichen „Sexualkundezwang“ an Kindergärten und Grundschulen zu protestieren. Die Demonstration hatte der Verein „Elternhaus e. V.“ um Irina Haffner-Janzen für die Initiative angemeldet. Zu der Gegenkundgebung am Hansaplatz in St. Georg hatte das Aktionsbündnis 'Vielfalt statt Einfalt' aufgerufen. „Schön, dass so viele zur Gegenkundgebung gekommen sind und somit ein Zeichen gegen Homophobie und für sexuelle Vielfalt gesetzt haben. Hamburg bleibt bunt.“, freut sich Michael Osterburg, der Fraktionschef der Grünen-Mitte.

Schon zu Beginn wurde der Demonstrationszug der Besorgten Eltern durch Gegendemonstranten gestört. Nach Abschluss der Kundgebung am Hansaplatz strömten weitere Gegendemonstranten zum Hauptbahnhof. Ziel war es den Demonstrationszug zu verhindern. Den Gegendemonstranten gelang es eine Gruppe der Besorgten Eltern einzukesseln. Neben lautstarken Wortgefechten, einigen Schneebällen und vereinzelten Feuerwerkskörpern, warfen die Gegendemonstranten hauptsächlich Konfetti. Nach mehreren Stunden versuchte die Polizei die Gruppen der Besorgten Eltern wieder zusammen zu führen und griff hart durch. Die Gegendemonstranten, die den Weg blockierten wurden zunächst versucht wegzudrücken und anschließend geschubst und geschlagen. Die Polizei setzte dafür Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Als der Demonstrationszug das Rathaus erreichte, entspannte sich die Lage ein wenig. Nach der Kundgebung wurden die besorgten Eltern zum Rathausmarkt zurück eskortiert. „Das Verhalten der Polizei war unverhältnismäßig gegenüber den überwiegend friedlichen Gegendemonstranten.“ kritisiert Osterburg, das Vorgehen.