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Ufer am Veringkanal soll in Dursun Akçam Ufer benannt werden

Der Wilhelmsburger Marco Moreno setzt sich dafür ein, das Ufer des Veringkanals nach dem geflohenen Schriftsteller Dursun Akçam zu benennen. Akçam war 1984 als politischer Flüchtling aus der Türkei nach Hamburg-Wilhelmsburg gekommen. Schon als Lehrer äußerte er sich kritisch in der Türkei und engagierte sich in einer Lehrergewerkschaft, was ihn schnell zum Gegner der politischen Führung machte. Später wurde er Publizist und Journalist und gehörte zu den Mitbegründern des linksliberalen Blattes 'Demokrat'. Nachdem die Zeitung verboten wurde, musste Akçam fliehen und kam zu seiner neuen Wirkungsstätte nach Wilhemsburg.

Akçam setze sich sehr für das Miteinander ein und wurde zum Vermittler zwischen den Kulturen. Er veranstaltete Lesungen, zu denen er ausländische Dichter einlud oder er organisierte interkulturelle Feste im Bürgerhaus. Er versuchte außerdem Kinder und Jugendliche mit Wettbewerben zum Dichten, Schreiben, Lesen und Malen zu begeistern. Bekannt war er außerdem für seine Vorlesungsstunden, die bis zu 50 Kinder besuchten. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller, arbeitete er in der Bücherhalle Wilhelmsburg. „Die Benennung des Ufers begrüßen und unterstützen wir sehr. Dursun Akcam hat einen wichtigen Beitrag geleistet für das friedliche und offene Zusammenleben auf der Insel. Er war ein Vermittler der Kulturen erster Stunde. “, erläutert Michael Osterburg, der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Mitte.