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Polizei räumt besetzte Schule im Münzviertel

Am letzten Samstag hat eine Gruppe AktivistInnen die ehemalige Gehörlosenschule am Schultzweg besetzt. Die Gruppe fordert die Zwischennutzung der ehemaligen Schule für kulturelle, soziale und politische Begegnung im Stadtteil. Rund 30 Leute hielten sich laut Polizeiangaben im Gebäude auf sowie weitere 60 vor dem Gebäude. Die Polizei stellte den AktivistInnen ein Ultimatum, das Gebäude bis 20:15 Uhr wieder zu verlassen und bot die Möglichkeit einer Spontan-Demonstration. Dieses lehnten die AktivistInnen ab und ließen das Ultimatum verstreichen. Daraufhin räumte die Polizei, unter Einsatz von Pfefferspray, den Platz vor der Schule und anschließend das Schulgebäude. Die Finanzbehörde hatte unterdessen ein Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. Seit Beginn des Leerstands fordert der Quartiersbeirat die Öffnung des Geländes für eine Zwischennutzung und auch die Bezirksversammlung stimmte unserem Antrag zu, eine Zwischennutzung zu prüfen. Bisher leider ohne Erfolg. „Die Aktiven werden von der Verwaltung etwas hingehalten und verschaukelt“ kritisiert Michael Osterburg den undurchsichtigen Prozess der Behörden.

Das ehemalige Schulgebäude steht seit Juli 2013 leer. Auf dem Gelände sollen 450 Wohneinheiten entstehen, davon 50% öffentlich geförderter Wohnraum. Der Investor Hanseatische Baukontor soll die Realisierung prüfen. Geplant ist das Gebäude bis zum Ende diesen Jahres zu verkaufen. Teile des Geländes sind bereits schon für gewerbliche Zwecke vermietet.