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In Zukunft weniger Ausgleichsflächen?

Das agrarpolitische Konzept des Hamburger Senat sieht vor, zukünftig möglichst wenig Agrarflächen als Ausgleichsflächen zu nutzen. In den vergangen 10 Jahren sind in Hamburg rund 200 Hektar Fläche verbaut worden. Diese Eingriffe in die Natur müssen laut Gesetz durch Maßnahmen des Naturschutzes ausgeglichen werden. In der Regel wurde dieses häufig auch mit Agrarflächen gemacht, bei denen Bauern gegen eine Ausgleichszahlung ihr Gebiet aufgeben oder sich darauf einlassen naturverträglicher zu wirtschaften. Der Senat will nun versuchen die Kompensation auf Agrarflächen möglichst zu minimieren. Im Klartext heißt dieses vermutlich: weniger Fläche für die Natur.

Die Umwelt- und die Wirtschaftsbehörde schlagen außerdem vor ein Ökokonto der Stadt zu führen. Darin sollen alle Maßnahmen der Stadt, die zu naturschutzfachlichen Aufwertungen führen, verbucht werden. Wenn ein Ausgleich benötigt wird, kann dieser dort 'abgebucht' werden. „Der Ausgleich muss real und ortsnah passieren“, entgegnet Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Mitte. „Und wenn es nicht möglich ist, dann muss ein Projekt entsprechend kleiner geplant oder gar nicht durchgeführt werden“ fährt Osterburg fort.