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Neustart für das Überseequartier?

Das Überseequartier sollte eigentlich das zentrale Geschäftszentrum der Hafencity werden. Seit vier Jahren liegt jedoch der südliche Bauabschnitt brach und der bereits fertig gestellte nördliche Teil leidet unter Kundenmangel. Das gesamte Quartier zwischen Speicherstadt und Elbe wurde an ein Dreier-Konsortium aus zwei niederländischen Banken und einem deutschen Projektentwickler übertragen. Diese gerieten jedoch im Zuge der Finanzkrise ins Stocken. Nun will die städtische Hafencity GmbH einen radikalen Neuanfang beginnen und bietet den bisherigen Investor, den Ausstieg aus dem Projekt an. „Es muss endlich weiter gehen im Herzen der Hafencity. Die Vergabe der gesamten Fläche an einen Investor war ein Fehler und muss endlich korrigiert werden.“ fordert Michael Osterburg, der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Mitte.

Ein Interessensbekundungsverfahren für neue Investoren wurde in den letzten Tagen bereits abgeschlossen und man zeigt sich zuversichtlich einen neuen Anleger zu finden mit einer hohen Eigenkapitalquote und einem langfristigen Interesse. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf ungefähr 800 Millionen Euro. Geplant ist die Überdachung der Nord- und Süd-Achsen und auch möglicherweise der Bau von Wohnungen. „Wenn Wohnungen genehmigungsfähig sind, sollten sie auch im Süden entstehen, so wie es im Bezirk schon immer gefordert wurde“ erklärt Osterburg.