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E-Bus Terminal oder Central Park?

Im vergangenen Verkehrsausschuss wurden noch einmal die Pläne der Hamburger Hochbahn diskutiert über die Einrichtung einer Ladestation für Elektrobusse nahe des ZOBs. Die Hochbahn stößt dabei auf viel Kritik von Seiten der BürgerInnen St. Georgs. Diese wünschen sich schon seit Jahren den Ausbau des Grundstücks zu einer Parkanlage. Die Idee eines Central Parks an der Stelle ist schon lange eine Forderung der GRÜNEN, die jedoch aus finanziellen Gründe in naher Zukunft vermutlich nicht realisiert wird. Die Nutzung der Fläche als Ladestation würde den Plan vom Central Park schlagartig beenden. Auf der anderen Seite ist der Ausbau des emissionsfreien Busverkehrs ein wichtiges Ziel. „Olaf Scholz hat mit dem Dogma der Ablehnung der Stadtbahn erst diese Problem geschaffen“, gibt Michael Osterburg zu bedenken.

„Die Planungen zum neuen Busterminal wurden an den AnwohnerInnen vor Ort vorbei geplant. So kann moderne und vor allem offene Beteiligungspolitik nicht funktionieren. Wir fordern eine Einbindung der Quartiere und die Prüfung anderer Standorte für das Busterminal", erklärt Sebastian Kloth, zugewählter Bürger im Verkehrsausschuss. Die Frage ist auch, ob die Hochbahn mit dem Projekt ganz andere Ziele verfolgt. Durch die Liberalisierung des Fernbusverkehrs werden die Kapazitäten des ZOBs immer weiter ausgeschöpft. Es könnte dadurch zu Engpässen für die Hochbahn kommen, dem ein eigener Bahnhof Abhilfe schaffen könnte und die Unabhängigkeit vom ZOB garantieren würde. „Ist es also Teil der Hamburger Umweltpolitik den Fernverkehr wieder von der Schiene zu holen und auf umweltbelastende Dieselbusse zu setzen?”, fragt Michael Osterburg.