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Zeitreise nach Finkenwerder

Der Regionalausschuss Finkenwerder hat einen Antrag der Grünen, die Geschwindigkeit in der Finkenwerder Ortsdurchfahrt auf 30 km/h zu beschränken, mit den Stimmen von SPD und CDU abgelehnt. Zwar hatte der Bau der Finkenwerder Ortsumgehung nicht nur zum Ziel gehabt, den Schwer- und Durchgangsverkehr umzuleiten, sondern durchaus auch, den Verkehr innerorts allgemein zu beruhigen. Aber die Finkenwerder selbst mögen sich an solcher Entschleunigung nicht beteiligen. Im Gegenteil, man sprach von "Zumutung" und davon, dass "der Quellverkehr keine Verlangsamung wünscht" (O-Ton SPD).

„Ja, eine Reise nach Finkenwerder ist wie eine Reise in die Zeit vor 30 Jahren. Von mehr Aufenthaltsqualität, weniger Lärm, kürzeren Bremswegen durch Tempo 30 hat man hier noch nichts gehört“, erklärt die Bezirksabgeordnete Karin Zickendraht. Und will es auch künftig nicht: Zwar soll die Polizei in den Ausschuss eingeladen werden, um über mögliche Maßnahmen in der Durchgangsstraße Finkenwerders zu sprechen, doch weiß man sie offenbar auf der eigenen Seite. Unser Vorschlag, auch VCD oder ADFC dazu zu laden, wurde mit einem giftigen Stich der CDU gegen "Lobbyisten" quittiert. „Im Rest von Hamburg ist man da schon weiter. Verkehr mit Tempo 30 fließt besser und es entstehen weniger Schadstoffe und Lärm. Diese Entscheidung schadet nachweislich der Bevölkerung von Finkenwerder“ sagt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender.