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Untersuchungsausschuss im Fall Yagmur

 

Der Tod des dreijährigen Mädchens Yagmur im Dezember und die genauen Abläufe sollen weiter aufgeklärt werden. Das Mädchen kam im Sommer, nach einer Entscheidung des Familiengerichts, wieder zurück zu seiner leiblichen Familie, obwohl es noch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gab wegen Kindesmisshandlung. Am frühen Morgen des 18. Dezember starb das Kind an den Folgen schwerer innerer Verletzungen, die der Vater dem Kind zugefügt haben soll. Der Prüfbericht der Jugendinspektion listet nun eine Verkettung von Fehlern auf, die zum Tod des Kindes beigetragen haben sollen. Der Bericht zeigt, dass es Momente gab in denen das Schicksal Yagmurs hätte verhindert werden können. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion fordert nun zusammen mit der CDU und der FDP die weitere Aufklärung des Falls und richtet dafür einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) ein. „Es muss einerseits um die Abläufe und die Belastung der Jugendämter gehen, vor allem aber auch um die Verantwortung der Sozialbehörde und die Rolle der Familiengerichte und der Staatsanwaltschaft“ stellt Michael Osterburg fest.

 

 

Auch Lothar Knode, Experte für Jugend- und Sozialpolitik, spricht sich für den Untersuchungsausschuss aus: „ Der Senat hat sich bisher in allen Sonderausschüssen von "Jessica" bis "Chantal" geweigert, seine eigenen kompetenten Mitarbeiter (Familiengerichte, ASD, Amtsvormünder und staatliche Pflegestellenberater) von den Abgeordneten befragen zu lassen. Ein Untersuchungsausschuss wird hoffentlich deutlich zur Erhellung der Lage im Kinderschutz beitragen können und endlich auch Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes befragen können.“