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Dreijähriges Mädchen in Billstedt gestorben

Am Mittwochmorgen ist in einer Billstedter Wohnung ein dreijähriges Mädchen gestorben. Nach ersten Untersuchungen der Rechtsmedizin ist das Kind an den inneren Blutungen infolge eines Leberrisses gestorben. Die Mordkommission des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Im Tatverdacht stehen die leiblichen Eltern des Kindes. Das Mädchen lebte erst seit wenigen Monaten wieder bei den leiblichen Eltern, zuvor war es in Pflegefamilien untergebracht. „Dieser Vorfall lässt uns als Fraktion innehalten und wir nehmen natürlich starken Anteil am Schicksal des kleinen Kindes und fordern, auch zum Schutz vor weiteren Fällen, eine lückenlose Aufklärung dieses sehr traurigen Vorfalls“ erklärt Michael Osterburg, der Fraktionsvorsitzende.

Die Dreijährige ist seit Beginn ihres Leben in der Obhut verschiedener Jugendämter. Erst seit Juli ist das Bezirksamt Mitte zuständig gewesen. Die leiblichen Eltern haben ihr Kind auf eigenen Wunsch in eine Pflegefamilie übergeben und das Sorgerecht behalten. Bereits Anfang des Jahres hatte das Kind eine schwere Schädelverletzung erlitten, deren Ursache nicht geklärt werden konnte. Die genauen Umstände und die Rolle der Jugendämtern muss nun untersucht werden. Nach dem tragischen Tod der elfjährigen Chantal in Wilhelmsburg hatte die Sozialbehörde angekündigt die Jugendämter besser zu kontrollieren. Zum Beispiel soll mithilfe einer neuen, einheitlichen Software  die Vernetzung zwischen Kinder- und Jugendnotdienst und der Polizei verbessert worden sein.