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Hoffnung für St.Georg

Nach einer langen Zitterpartie, wurde gestern Abend klar, kurz vor Ende der Förderphase für die Stadtteilentwicklung sollen die zentralen Projekte in St. Georg umgesetzt werden. Für den Bezirk ist es wichtig große Teile der Stadtteilentwicklung 2014 abzuschließen, da danach keine Mittel aus der geförderten Stadtteilentwicklung mehr zur Verfügung stehen.

In einer Sondersitzung des Ausschusses für Wohnen und Stadtteilentwicklung präsentierte der Bezirk die Pläne, wie die Schlüsselprojekte umgesetzt werden sollen. „Wir freuen uns und sind erleichtert, dass die Projekte kommen. Ob das Ziel dieses Entwicklungsprozesses, den Stadtteil aufzuwerten und die dortige Lebensqualität zu steigern, erreicht wird, muss abgewartet werden. Wir hoffen, dass der knappe, vom Bezirksamt versprochene Zeitplan eingehalten werden kann“, erklärt unser Fraktionsvorsitzender Michael Osterburg.

Zu den seit 2006 geplanten Schlüsselprojekten gehört die Erweiterung des Lohmühlenparks, der Bau eines Integrations- und Familienzentrums (IFZ) an der Stelle des ehemaligen Haus der Jugend (Schorsch) und die Bereitstellung zusätzlicher Sportflächen an der Rostocker Straße. Das IFZ wird dabei gleichzeitig die ersten Wohnungen speziell für Auszubildende in ganz Hamburg beinhalten. Im Fall des Lohmühlenparks soll 2014 zunächst nur mit den Arbeiten am mittleren Teil im Bereich der Hochschule für angewandte Wissenschaften begonnen werden. Die derzeitige Sperrung der Straße Berliner Tor wird somit endgültig bestehen bleiben.

 

„Wir sind erleichtert, dass die Arbeiten am Lohmühlenpark beginnen. Wir werden uns dafür einsetzten, dass auch nach der Förderphase die Abschnitte Steindamm und Berliner Tor verwirklicht werden. Im Falle der Sporthalle hätten wir uns, angesichts der mangelnden Sporthallenkapazitäten in St. Georg, deutlich mehr gewünscht. Trotzdem ist diese Lösung besser als nichts“, betont Osterburg. Unverständnis zeigt er jedoch für die Informationspolitik des Bezirksamts: „Wir waren sehr verwundert über die Intransparenz der SPD und des Bezirksamtsleiters. Seit Monaten gab es kaum Informationen über die Schlüsselprojekte, obwohl das Bezirksamt aktiv war: Es gab im Vorfeld schon Beauftragung von Architekten und Zusagen für Mittel aus der BV. Dies alles jedoch ohne jegliche Beteiligung der Gremien. Hier hat offensichtlich das Amt hinter verschlossen Türen alle Projekte nur mit der SPD, vorbei an Opposition und Beirat ausgemacht. So etwas lehnen wir entschieden ab. Deshalb sind wir auch nicht der Meinung, dass der Stadtteilbeirat St. Georg auslaufen soll. Wir setzen uns für ein Bestehen, über 2014 hinweg ein. Bürgerbeteiligung sollte nicht nur eine Floskel sein. “